Fondsmanager
Michael Clements managt den Franklin European Growth Fund seit September 2010. Zuvor hatte der Brite den Fonds seit Juni 2009 als Co-Manager betreut. Clements gehört zum Europa-Aktienteam, das Uwe Zöllner von Frankfurt aus leitet. Clements arbeitet in London, Co-Manager Edwin Lugo in New York, wo das globale Small- und Mid-Cap- Team von Franklin Templeton zu Hause ist. Clements kam im Jahr 2008 zur amerikanischen Fondsgesellschaft. Zuvor war er acht Jahre Analyst bei UBS.

Anlagestil
„Wir suchen qualitativ hochwertige Unternehmen mit gesunden Bilanzen, wollen dafür aber nicht zu viel bezahlen“, sagt Teamleiter Uwe Zöllner. Titel mit 20er- KGVs befinden sich daher kaum im Portfolio. Zwar achtet Fondsmanager Clements als Growth-Investor auf eine hohe Cash- Flow-Rendite, doch steht die Qualität des Unternehmens an erster Stelle. „Das Unternehmen sollte unabhängig von der Konjunktur wachsen und etwas Besonderes bieten, womit es sich von anderen unterscheidet“, erklärt Zöllner. Große Öl- Large-Caps wie BP hält Clements daher selten, weil die Erträge vom Ölpreis abhängen und Royal Dutch Shell oder Total die gleichen Produkte anbieten.

Portfolio
Clements hält 30 bis 40 Einzelwerte und verfolgt einen All-Cap-Ansatz. Derzeit bilden Large-, Mid- und Small Caps je ein Drittel des Portfolios. Einschränkungen unterliegt Clements kaum. Lediglich Sektoren darf er nicht höher als 25 Prozent gewichten. Momentan hält er 52 Prozent in britischen Titeln, aber keinen deutschen Wert. „Das ist das Resultat des Stock-Pickings“, sagt Zöllner. Deutsche Aktien wie CTS Eventum oder Symrise hätten ihre Bewertungsziele erreicht. Bei den Sektoren fehlen Banken, „da diese von außen schwer zu analysieren sind und ihnen der Wettbewerbsvorteil fehlt“, sagt Zöllner. Telekom- sowie Grund- und Rohstoffwerte sind gering gewichtet, da Erstere kaum wachsen und Letztere zu zyklisch sind.

Performance
In der Hausse von März 2009 bis Juli 2011 lief der Fonds so gut wie der MSCI Europe, in der Baisse 2008/2009 sowie im August 2011 jedoch besser. Über drei und fünf Jahre liegt der Fonds vor dem Index und nahezu allen europäischen Aktienfonds.

Vergleichbare Produkte
Auf „Quality Growth“ mit Value-Bias und All-Cap-Ansatz setzen nur wenige europäische Aktienfonds. Der Jupiter European Growth (LU 026 008 549 2) ist offensiver, der Comgest Growth Europe (IE 000 476 667 5) defensiver und zudem Large-Cap-lastiger. Der Echiquier Major (FR 001 032 182 8) wiederum hält nur Large Caps.

Beurteilung
Gutes Stock-Picking und ein Growth- Fonds, der diesen offensiven Anlagestil eher defensiv interpretiert.