FondsDISCOUNT.de: Die Märkte spielen nach wie vor verrückt. Die Kurse von Wertpapieren steigen und fallen in einem unglaublichen Tempo. Wie können Anleger in einem fast unberechenbar gewordenen Markt Geld verdienen?
Carmignac-Expertenteam: Grundsätzlich ist es für einen Privatanleger nur schwer möglich, auf die häufig sehr schnellen Marktbewegungen zu reagieren. Deshalb empfiehlt es sich, zumindest einen Teil des Vermögens auf einen externen Asset Manager auszulagern. Mit dem Carmignac Patrimoine verschafft sich der Anleger die Möglichkeit, in allen Marktphasen relativ stabile Erträge zu erzielen.

Der von Ihrem Team gemanagte Carmignac Patrimoine wird regelmäßig für seine positive Performance und seine guten Dienstleistungen ausgezeichnet. Wie machen Sie das bzw. wie managen Sie die Risiken?
Mit Hilfe unseres aktiven Fondsmanagements können wir Long- (Ausdehnung der Marktinvestition) und Shortpositionen (Zurückfahren der Marktinvestition) eingehen. Hier haben wir die Möglichkeit, die Aktienquote an die Marktgegebenheiten anzupassen und somit frühzeitig Marktverwerfungen zu antizipieren und davon zu profitieren. Konkret geschieht dies über Indexfutures (EUROSTOXX50, S&P 500, DAX). Für die Schwellenländer wird der sehr liquide KOSPI genutzt. Dieses Absichern hilft, vor allem in starken Abwärtsbewegungen, Verluste des Portfolios zu minimieren, bzw. führt in fallenden Märkten dazu, dass auch eine positive Performance erzielt werden kann.

An welchen Anlegertyp richtet sich Ihr Carmignac Patrimoine?
Der Carmignac Patrimoine eignet sich für Anleger mit einem mittleren Risikoprofil, denen zunächst Kapitalerhalt am wichtigsten ist und die eine Zielrendite von 6 bis 8 Prozent p.a. über einen Zeitraum von 5 Jahren erwarten. Zusammengefasst eignet sich der Fonds als Basisinvestment für jedes Depot, d.h. auch risikoaffine Anleger können sich damit einen Portfoliobaustein ins Depot legen, der bei geringer Volatilität einen Mehrertrag gegenüber reinen Zinsprodukten bietet.

Erwarten Sie in den kommenden Jahren eher eine Deflation oder eine steigende Inflation? Und wie positionieren sie sich entsprechend auf die möglichen Szenarien?
Nach der grundsätzlichen Entscheidung der EZB am 26.07.2012, die Eurozone in jedem Fall aufrecht erhalten zu wollen, und dies mit flankierenden Maßnahmen wie Anleiheaufkauf und Rekapitalisierung von Bankbilanzen durchzuführen, ist mittelfristig von einer leicht steigenden Inflation auszugehen. Aktuell jedoch sehen wir noch keinen Anstieg der Inflation.

„Finanzielle Repression“ – Abbau der Staatsschulden durch negative Realrenditen! Welche Auswirkungen hat dies auf die Performance des Fonds?
Das durch die Zentralbank voraussichtlich langfristig niedrig gehaltene Zinsniveau wird dazu führen, dass Anlagen im Zinsbereich immer unattraktiver werden. Schlussendlich bedeutet dies eine schleichende Enteignung des Sparers, was im Branchenjargon als finanzielle Represssion bezeichnet wird. Im Gegenzug werden die finanziellen Mittel in die Aktienmärkte umgelenkt werden. Dies wird aus unserer Sichtweise zu deutlich steigenden Aktienkursen führen. Aus diesem Grund haben wir uns aktuell äußerst offensiv aufgestellt, d. h. den Spielraum bei der Aktienquote nahezu komplett ausgeschöpft. Auf der Rentenseite versuchen wir durch das Eingehen eines leicht erhöhten Risikos über den Kauf von Unternehmensanleihen einen etwas höheren Zinsertrag zu erzielen. Insgesamt werden wir voraussichtlich von einem deutlichen Aufschwung der Aktienmärkte und einem weiteren Verengen des Spreads bei Unternehmensanleihen profitieren. Auch haben wir auf der Währungssseite den Euro übergewichtet und versprechen uns davon eine Zusatzperformance.

Abschlussfrage: Welche Entwicklungen sehen Sie in der Euro-Zone? Greifen Ihrer Ansicht nach die aktuellen Hilfeversuche der Euro-Staaten?
Normalerweise gilt: „There is no free lunch“. Allerdings wurden durch die vehementen Hilfsmaßnahmen der EZB Rahmenbedingungen geschaffen, die es aus unserer Sicht unwahrscheinlich werden lassen, dass die Eurozone zerfällt. Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen führen zu einer Umallokation der Gelder in Produktivkapital was zu steigenden Aktienbörsen führt. Wir gehen insgesamt davon aus, dass die Hilfsmaßnahmen ausreichend sind und glauben an ein sehr gutes Börsenjahr 2013.

Vielen Dank für das Interview!

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