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Gesunde Entwicklung Neue Chancen im Gesundheitsmarkt

Analyse Foto: © Henrik5000 / istockphoto.com

Auch im Healthcare-Sektor gelten die Schwellenländer als Wachstumstreiber. Nach einem enttäuschendem Jahr 2011 geht es jetzt langsam wieder aufwärts.


Die USA gelten im Gesundheitssektor seit Jahrzehnten als Maß aller Dinge. Doch die Zeiten ändern sich. Entfielen 2005 noch 41 Prozent der weltweiten Ausgaben für Medikamente auf die USA, werden es 2015 wohl nur noch 31 Prozent sein. Beinahe genauso hoch, nämlich 28 Prozent, soll der Anteil der Emerging Markets sein, hat der Datendienst IMS Health berechnet. „Die Kunden von morgen leben nicht in den USA, das haben auch die Unternehmen erkannt“, sagt Cyrill Zimmermann, Chef der auf die Healthcare-Branche spezialisierten Portfoliomanager von Adamant Biomedical Investments. Eine wachsende Mittelschicht, die Zunahme chronischer Krankheiten und Investitionen der Regierungen ins Gesundheitssystem lassen die Märkte in Südamerika und vor allem Asien rasend schnell aufholen. So ist der asiatische Medikamentenmarkt ohne Japan mit 114 Milliarden Dollar Umsatz zwar noch deutlich kleiner als der nordamerikanische mit 335 Milliarden Dollar — Asien wächst jedoch mit über 14 Prozent, Nordamerika nur mit 1,9 Prozent. Auch die lokalen Unternehmen gewinnen an Bedeutung. Indische Pharma- beziehungsweise Generikafirmen zählen bereits zu den Weltmarktführern. Doch vergangenes Jahr bekam die Wachstumsstory eine Delle. Vor allem die Katastrophe in Japan, einem wichtigen Handelspartner im asiatischen Raum, aber auch abwertende Schwellenländerwährungen sorgten für enorme Verunsicherung — auch unter Anlegern. „Sicher waren einige Unternehmen direkt betroffen, in der Hauptsache haben aber viele Investoren aus Unsicherheit einfach alles, was mit Japan zu tun hat, verkauft“, sagt Cyrill Zimmermann.

Der Schock ist mittlerweile einigermaßen verdaut, gerade Japan bietet aufgrund von Reformen Chancen für Generikaanbieter. „Der Markt wird sich in den kommenden fünf bis sieben Jahren verdoppeln, davon dürften vor allem lokale Anbieter profitieren.“ China hat massiv in den Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur investiert, seit 2010 entstanden zum Beispiel allein 3000 neue Dialysezentren. Inzwischen sind über 95 Prozent der Chinesen krankenversichert. Damit ist das Ende der Expansion aber noch lange nicht erreicht. Gerade auf dem Land besteht noch großer Bedarf an neuen Krankenhäusern. Wer mit einem Fonds auf die Gesundheitsmärkte der Schwellenländer setzen will, muss genau hinschauen: Der Anteil von Aktien aus Schwellenländern ist sehr unterschiedlich, wird aber meistens von den Kapitalanlagegesellschaften ausgewiesen. Unter den Fonds, die in den vergangenen drei Jahren eine gute Performance aufwiesen, setzen vor allem der Lacuna Adamant Asia Pacific Health und der Pictet Generics auf Schwellenländeraktien.

11.04.2012,

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