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Chancenreiche "Shale Plays" Neue TEXXOL-Beteiligung

Chancenreiche "Shale Plays"

In den USA werden derzeit Millionen in den Öl- und Gasmarkt investiert. Wir haben mit Dr. Sönke Harrsen, Vorstandsvorsitzender der TEXXOL Mineralöl AG, über die Besonderheiten dieses Marktes und die attraktiven Chancen für private Anleger gesprochen.

Texxol Limited Partnership 8

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Texxol Limited Partnership 8 von Texxol

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FondsDISCOUNT.de: Sie bieten privaten Anlegern seit mittlerweile 15 Jahren exklusive Zugänge zum US-Öl- und Gasmarkt, sind also bestens in der Branche vernetzt. Wie lässt sich dieses – als äußerst lukrativ geltende – Marktsegment beschreiben?
Dr. Sönke Harrsen: In den USA gehören Bodenschätze nicht dem Staat, sondern dem Landeigentümer. Diese vergeben die Konzessionen zur Öl- und Gasförderung. Das hat zur Folge, dass die Größenverteilung der Konzessionen ähnlich der Größenverteilung der Grundstücke ist und diese ist pyramidal, d.h. es gibt wenige große und sehr viele kleine Konzessionen. Analog dazu gibt es wenige große Ölgesellschaften und sehr viele kleine Ölgesellschaften. Die großen Ölgesellschaften sind dabei meist nicht nur in den USA sondern international aktiv. Darunter angesiedelt sind die sogenannten Independents. Sie arbeiten vorwiegend in den USA und konzentrieren sich momentan sehr stark auf die neuen Shale Plays (Schiefervorkommen). Im Rahmen dieses Prozesses verkaufen sie Konzessionen und Bohrungen, um Kapital zur Erschließung der Shale Plays zu generieren. Hier eröffnen sich für die vielen kleinen Öl- und Gasgesellschaften, zu denen wir uns ebenfalls zählen, großartige Chancen, attraktive Investitionsgelegenheiten zu finden.

Wie steht es denn um die Transparenz des texanischen Öl- und Gasmarkts? Wo viel Geld zu verdienen ist, vermutet man ja meist gewisse Eintrittsbarrieren oder Absprachen hinter verschlossenen Türen…
Was die Transparenz angeht, so ist mir weltweit kein anderer Markt bekannt, der so transparent ist, wie der US-Amerikanische Öl- und Gasmarkt. Alle Öl- und Gasproduzenten in Texas müssen die Produktionen jedes Ölfelds und jeder Gasbohrung der Texas Railroad Comission melden. Diese Zahlen sind für jeden Interessenten öffentlich zugänglich und können in den Archiven bis zum Jahr 1964 ermittelt werden. Hinzu kommt, dass jeder, der eine Bohrung nieder gebracht hat, innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Bohrung Detailinformationen zur Abfolge und Struktur der geologischen Schichten in seinem Bohrloch bekannt machen muss. Mit Hilfe dieser Informationen können Geologen elementar wichtige Untersuchungen anstellen, die einem Investor so ein verhältnismäßig hohes Maß an Sicherheit für seine Investitionen gewährt.

Energie ist ja auch hierzulande eines der bestimmenden politischen Themen. Was wird denn in den USA diesbezüglich diskutiert?
Es ist das eindeutige Bestreben der USA, unabhängiger von Energieimporten zu werden. Daher steht man dort neuen Techniken wie dem hydraulischen Fracking, welches in den kommenden Jahren einen Öl- und vor allem einen Gasboom auslösen wird, sehr viel offener gegenüber als in Europa oder speziell Deutschland. Die Produktion von Öl und Gas innerhalb der USA stellt ein gigantisches Konjunkturprogramm dar, das direkt Arbeitsplätze bei der Erschließung neuer Öl- und Gas Funde schafft und indirekt durch niedrige Energiepreise die gesamte Volkswirtschaft ankurbeln wird. Die Amerikaner legen daher der heimischen Öl- und Gasproduktion nur wenig Hemmnisse in den Weg und geben Investoren so eine sehr hohe Rechtssicherheit, die die absolute Grundvoraussetzung jeder Investition darstellt.

Der Energieverbrauch der Amerikaner ist enorm und wird Prognosen zufolge auf lange Sicht weiterhin mehrheitlich über fossile Brennstoffe gedeckt werden. Gleichzeitig will sich die US-Regierung von Öl- und Gas-Importen etwas unabhängiger machen. Deutsches Anlegergeld, um diese Herausforderung finanziell zu stemmen, dürfte also äußerst willkommen sein…
Die Förderung von Öl- und Gas in den USA erfolgt ohne staatliche Subventionen, sondern ist primär durch private Unternehmen geprägt. Der Preis wird durch die freie Marktwirtschaft bestimmt. Von wo letztendlich das Kapital stammt, ist für die dortigen Unternehmen eher zweitrangig. Das Kapital muss also nicht zwingend aus Deutschland stammen. Aber es wird zweifelsohne eine Menge Kapital benötigt, gerade auch um die Shale Plays zu erschließen. Denn eben diese Bohrungen, die besonders tief sind und meist noch horizontal in die Schiefer hinein führen, sind extrem aufwendig und damit sehr teuer. Während die Kosten für konventionelle vertikale Bohrungen meist in Abhängigkeit von der Tiefe zwischen 1 und 2 Millionen US-Dollar liegen, können diese Horizontalbohrungen leicht zwischen 2 und 10 Millionen US-Dollar erfordern. Für die Erschließung aller heute bekannten Schieferlagerstätten wird ein Kapitalbedarf von 2 Billionen US-Dollar angenommen.

Wo sehen Sie mittelfristig interessante Potenziale – wo „lohnt“ es sich, einzusteigen: In der Explorationsphase, in der Optimierung bereits bestehender Öl- und Gasbohrungen oder eher im Bereich Infrastruktur?
Sie sprechen drei vollkommen unterschiedliche Arten der Investition in die Sachwerte Öl und Gas an. Wenn Sie in die Unternehmen investieren, die die Infrastruktur für Pipelines sowie Bohrequipment bereitstellen, so ist das Risiko für Sie als Investor überschaubar. Das gilt jedoch auch für die zu erwarteten Renditen, die so niedrig sind, dass sie für uns nicht in Frage kommen. Kaufen Sie Bestandsbohrungen, so kennen Sie in der Regel die gesamte Historie der Bohrungen und der umliegenden Bohrungen, so dass Geologen und Ingenieure relativ zuverlässig die Rendite einer Investition kalkulieren können. Die Renditen für solche Bestandsbohrungen liegen oftmals zwischen 10 Prozent und 15 Prozent p.a. und lassen damit höhere Renditen erwarten als die Investitionen in die Infrastruktur. Wird eine Neubohrung in unmittelbarer Nähe von bekannten Ölfeldern vorgenommen, so steht oftmals nur der Preis für die Bohrung fest. Wie viel Öl tatsächlich in der Tiefe des Gesteins vorhanden ist, lässt sich oftmals nur schwer abschätzen. Bei solchen Neubohrungen ist es möglich, dass der Investor innerhalb eines Jahres sein investiertes Kapital zurück erhält. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass die Bohrung nicht wirtschaftlich ist. Ganz riskant sind Bohrungen, die in Gebieten erfolgen, in denen bisher noch niemand eine Bohrung nieder gebracht hat. Diese sogenannten Wildcat-Bohrungen sind so riskant, dass wir grundsätzlich die Finger davon lassen. Wir beschränken uns auf Neubohrungen bzw. Anschlussbohrungen in Gegenden, wo Öl-/Gas Vorkommen als gesichert gelten und optimieren Bestandsbohrungen.

Mit Ihrem aktuellen Angebot TEXXOL Limited Partnership VIII planen Sie den Erwerb von Anteilen an verschiedenen Bohrungen sowie den Förderzinsen (Royalties). Haben Sie bereits konkrete Investitionsobjekte identifiziert?
Grundsätzlich werden uns laufend Beteiligungen angeboten. Aktuell sind wir für unsere Limited Partnership VIII in der Prüfung von konkret zwei Beteiligungen, die sich in einer fortgeschrittenen Prüfungsphase befinden.

Die Rechtsform „Limited Partnership“ dürfte deutschen Anlegern nicht so geläufig sein – was ist darunter zu verstehen?
Eine Limited Partnership (auf Deutsch: beschränkte Partnerschaft) ist eine angelsächsische Unternehmensrechtsform, die mit einer deutschen Kommanditgesellschaft (KG) vergleichbar ist. Die Investoren beteiligen sich ähnlich wie Kommanditisten als Limited Partner. Die Haftung bzw. eventuell anfallender Verlust der Limited Partner ist auf den Betrag seiner Einlage begrenzt.

Auch wenn die Tendenz langfristig nach oben zeigen dürfte: Der Öl- und auch der Gaspreis sind äußerst volatil. Sind Öl- und Gasbeteiligungen also eher für nervenstarke Anleger geeignet?
Die Höhe der Auszahlungen ist natürlich in hohem Maße vom Öl- bzw. Gaspreis abhängig. So ist es denn auch eher die Ausnahme denn die Regel, dass zwei direkt aufeinander folgende Quartalszahlungen die gleiche Höhe haben. In meinen Augen ist eine Investition an der Limited Partnership VIII für unternehmerisch geprägte Anleger und darf auch nur als Zusatzbaustein im Rahmen seiner Depotstreuung (Diversifikation) für sein Portfolio betrachtet werden. Niemals wird „alles auf ein Pferd gesetzt“, also das gesamte Kapital in eine einzelne Neubohrung investiert, auch wenn dies noch so vielversprechend erscheint. Investitionen erfolgen in der Regel in unterschiedlichen geologischen Gebieten, Strukturen und Förderhorizonten. In den überwiegenden Fällen wird pro Bohrvorhaben nicht mehr als ein Drittel erworben. Eine Beteiligung an einer TEXXOL Limited Partnership ist nur für solche Anleger geeignet, die über ausreichende eigene finanzielle Mittel verfügen und keine Liquiditätsschwierigkeiten haben. Von einer Fremdfinanzierung wird abgeraten.

Herr Dr. Harrsen, wir danken für das Gespräch!

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Unterlagen & Konditionen
18.02.2013,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


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