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Fondsmanager-Interview Aktive Goldfonds federn das Risiko bei Goldminen-Aktien ab

Ein gllänzender Goldbarren und einige verteilte Goldmünzen liegen auf einem dunklen Holztisch. Foto: © Björn Wylezich / fotoliaWird Gold im kommenden Jahr wieder glänzen?

Goldminen-Aktien sind im historischen Vergleich günstig bewertet, doch auch sehr volatil. Aktiv gemanagte Goldfonds analysieren die Unternehmen gründlich und profitieren von der Hebelwirkung der Minenaktien, bei gleichzeitiger Risikostreuung.


Könnte man dann nicht einfach Goldminen-Aktien kaufen und auf steigende Kurse warten? Wo liegen die Gefahren?
Langfristig betrachtet sind Goldminen günstig bewertet. Hierzu kann man das HUI/Gold-Ratio heranziehen. Aktuell stehen wir bei 0,145. Das absolute Tief war im Dezember 2015 bei 0,10. Das Rekordhoch 2003 bei 0,624. Im Rekordjahr 2011 bei ca. 0,4. Umso niedriger der Wert ist, desto günstiger sind Goldminen im Vergleich zu Gold in US-Dollar bewertet. Mit 0,14 liegen wir historisch gesehen somit auf einem absolut günstigen Niveau welches mittel- bis langfristig wieder ansteigen wird. Interessant ist hierbei vor allem, dass Goldaktien sich zu Beginn eines neuen Goldzyklus besser entwickeln als Gold selbst und damit einen Hebel zu Gold aufweisen. Anleger profitieren somit zu Beginn einer Goldhausse deutlich mehr bei der Anlage in Goldaktien. Allerdings sollte man tatsächlich nicht blind Goldaktien kaufen, da natürlich nicht jedes Unternehmen gleich gut dasteht und gerade eine gute Analyse Risiken deutlich mindert. Es bietet sich daher an, in aktiv gemanagte Fonds zu investieren, da sie dort gerade von der Expertise und des damit verbundenen Selektionsprozesses des Fondsmanagements profitieren können.

Wie verläuft der Selektionsprozess der Minen-Unternehmen beim CME Gold & Silver Equity Fund?
Grundsätzlich haben wir alle Gold- und Silberunternehmen in unserem Screening-Modell. Um eine erste Auswahl zu treffen, teilen wir die Unternehmen in die drei Kategorien Exploration/Development, Junior-Produzenten und Senior-Produzenten. Diesen drei Kategorien haben wir jeweils quantitative und qualitative Kriterien zugeordnet. In einem ersten Schritt wird anhand der quantitativen Selektionskriterien (u.a. Liquidität an der Heimatbörse oder Marktkapitalisierung) das Universum an möglichen Investments stark eingegrenzt. Im nächsten Schritt werden qualitative Kriterien (u.a. Geologie oder Track-Record des Managements) angewendet um die besten Unternehmen herauszufiltern. Aktuell ist der CME Gold & Silver Equity Fund (ISIN: LU1276853394) in 35 Unternehmen investiert.

Der Fonds investiert derzeit zu 45 Prozent in Junior- und zu 36 Prozent in Senior-Unternehmen? Könnten Sie nicht die Performance steigern, wenn Sie sich auf die produzierenden Senior-Unternehmen konzentrieren?
Gerade kleinere und mittlere Produzenten, die zu den Junior-Unternehmen gehören, besitzen in steigenden Goldmärkten ein großes Kurspotenzial. Es muss aber hier angemerkt werden, dass Junior-Unternehmen in unserem Fonds Unternehmen zwischen einer und zehn Milliarden Euro Marktkapitalisierung besitzen. Nur Unternehmen über 10 Milliarden Euro Marktkapitalisierung gehören bei uns zu den Senior-Produzenten. Der absolute Großteil unseres Portfolios ist also in Mid- und Largecaps investiert. Gerade Midcaps sehen wir in der nächsten Zeit als aussichtsreichste Gold-Unternehmen.

Wie funktioniert das Risikomanagement des Fonds?
Das Risikomanagement beginnt bei uns schon beim Selektionsprozess. Eine gute fundamentale Analyse kann viele unternehmensspezifische Risiken bereits ausschließen. Diese Fundamentalanalyse führen wir auch für die Unternehmen in regelmäßigen Abständen durch, in welche wir bereits investiert sind. Ferner steuern wir das Portfolio nach Risikokennzahlen wie den Value at Risk (VaR). Währungsrisiken beobachten wir permanent und können gegebenenfalls über Absicherungen eingreifen. Im Moment bewegen sich die Währungen jedoch zugunsten des Fonds. Markt- und Kursrisiken sichern wir ab und arbeiten hier auch mit Stop-Loss. In schwachen Märkten erhöhen wir unsere Cash-Quote und reduzieren diese in steigenden Märkten.

Welche Goldminen-Unternehmen halten Sie derzeit für vielversprechend?
Im Goldbereich sehen wir aktuell Newmont Mining oder auch Semafo als vielversprechend an. Aber auch kleinere Unternehmen wie Red Eagle Mining oder Teranga Gold gehören zu unseren Favoriten. Bei den Silberunternehmen favorisieren wir das Schwergewicht Silver Wheaton oder Endeavour Silver als kleineres Unternehmen.

Eine kurze Schlussfrage zu den laufenden Kosten: Eine Quote von sechs Prozent für dieses Jahr könnte Investoren abschrecken. Warum sind die Kosten für Investitionen in Goldminen-Unternehmen derzeit so hoch?
Die Kosten von sechs Prozent beziehen sich auf das vergangene Jahr. Der Fonds wurde im September 2015 mit eigenem investierten Geld aufgelegt und hatte gerade zu Beginn eine hohe Kostenbelastung aufgrund des niedrigen Volumens von gerade einmal 300.000 EUR bis in den Januar 2016. Wir sind im Übrigen nach wie vor im Fonds investiert und planen dies auch sehr langfristig zu bleiben. Aktuell sind die Kosten niedriger, da das Fondsvolumen gestiegen ist. Allerdings werden diese niedrigeren Kosten erst im dritten Quartal 2017 veröffentlicht.

Herr Brunke, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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Die Inflation wird den Goldpreis 2017 in die Höhe treiben

21.12.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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CME Gold & Silver Equity Fund R von IPConcept (Luxemburg) S.A.

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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