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Zentralbanken streuen Zweifel Anleihen-Abverkauf kann Europas Aktienmarkt stärken

Autobahnschilder mit der Aufschrift Aktien und Anleihen in gegensätzlicher Richtung. Foto: © andilevkin / fotoliaFondsmanager geben die Richtung für europäische Assets vor.

Die Märkte hängen noch immer an den Lippen der Zentralbanker. Und die signalisieren vorsichtig ein Ende der expansiven Geldpolitik. Die ersten Auswirkungen sind bereits messbar und Fondsmanager reagieren auf den jüngsten Abverkauf bei Staatsanleihen.


Investoren kehrten Staatsanleihen in den vergangenen Tagen den Rücken zu. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen schoss am Donnerstag zeitweise auf 0,58 Prozent nach oben – der höchste Wert seit anderthalb Jahren –, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf ein 2-Monatshoch von 2,39 Prozent. Der Grund: In die aktuellen Sitzungen der US-Notenbank Fed und der EZB. US-Fed-Chefin Janet Yellen will trotz niedriger Inflation an ihrer Zinswende festhalten und auch die aufgeblähte Bilanz der Fed abbauen.

Die EZB hat in dieser Woche ähnliche Signale gesendet. Der bloße Anschein einer weniger expansiven Geldpolitik der EZB genüge, damit die Märkte ihre Einstellung zu Anleihen überdenken, sagt Brendan Mulhern, Globaler Stratege bei Newton Investment Management der Financial Times. Nur seien die Zentralbanken der mit Abstand größte Player auf dem Anleihenmarkt, sie könnten sich also nicht so einfach aus dem Markt verabschieden, ohne ihn abwärts zu schicken. Genau das ist in dieser Woche geschehen.

Der Abverkauf bei Staatsanleihen scheint jedoch vorerst gestoppt. Aber wenn sich die Nuancen in den Protokollen der Zentralbanken zu einem echten Trend entwickeln, könnten die Märkte an der Unterstützung der Zentralbanken zweifeln und Investoren sich vom Anleihenmarkt verabschieden.



NN Investment Partners: Value-Aktien könnten profitieren
Der ohnehin schon starke Aktienmarkt könnte dann noch stärkeren Zulauf bekommen. „Wir gehen davon aus, dass europäische Investoren ihr Interesse von Anleihen hin zu Value-Aktien verlagern. Denn sie weisen eine besonders starke positive Korrelation mit steigenden Anleiherenditen auf“, sagt Nicolas Simar, Leiter der Equity Value Boutique bei der niederländischen Gesellschaft NN Investment Partners. Von allen zyklischen Sektoren sei die positive Korrelation bei Banken am höchsten.

Die Bewertungslücke zwischen teuren und günstig bewerteten Aktien sei in Europa weiterhin sehr ausgeprägt – ein weiterer Grund für Investoren, in Value-Aktien umzuschichten. Die Bewertungsunterschiede hätten nahezu den Stand erreicht, auf dem sie sich zuletzt zum Höhepunkt der Eurokrise im Juli 2012 befanden, und damit deutlich über dem Langzeitdurchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre. „Für Anleger sollte das einen ausreichenden Sicherheitspuffer darstellen, um sich wieder Value-Aktien zuzuwenden – vor allem, da die Konjunktur in der Eurozone anzieht“, so Simar.

Die makroökonomischen Daten in Europa signalisieren weiteres Wirtschaftswachstum. Die Ertragsentwicklung der Unternehmen und das Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten verbessern sich deutlich, vor allem in den Sektoren Banken und Rohstoffe.


Einen echten Value-Fonds hat NN nicht im Sortiment. Anleger können aber in den NN (L) European Sustainable Equities investieren (ISIN: LU0991964320). Der Fonds enthält Aktien von Gesellschaften, die sich der Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet fühlen, Standards zum Schutz der Umwelt einhalten und darüber hinaus zu den besten ihrer Klasse gehören. Außerdem wurde der Fonds im Mai mit dem NN (L) European Equity Opportunities verschmolzen, der in Large-Cap-Unternehmen investiert, die hohes Renditepotenzial vorweisen. Finanztitel sind mit 16 Prozent des Fondsvolumens neben Healthcare, nicht zyklischen Konsum- und Industriegütern übergewichtet.

Fidelity: „Erheblicher Spielraum für Aufholbewegung in Europa“
Europa ist dennoch noch immer die attraktivste Anlageregion für Aktien, glaubt auch Fidelity-Kapitalmarktstratege Carsten Roemheld. Zwar ist der aktuelle Bullenmarkt in Europa mit 99 Monaten seit März 2009 der zweitlängste seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, doch viele der Probleme, die in der Vergangenheit auf den Börsen lasteten, hätten sich erledigt. Fidelity Kapitalmarktstratege Carsten Roemheld zufolge haben wir den „Höchststand vermutlich noch nicht erreicht, doch das könnte in den nächsten zwölf bis 18 Monaten der Fall sein“.



Es gebe es einen „erheblichen Spielraum für eine Aufholbewegung von Europa gegenüber dem US-Aktienmarkt“. Roemheld begründet dies mit dem Gewinnwachstum der Unternehmen (siehe Grafik, oben). Die europäischen Unternehmen würden ihre Gewinnerwartungen wieder deutlich anheben und seien so optimistisch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Inzwischen lägen die Schätzungen für das Gewinnwachstum in diesem Jahr in Europa höher als in den USA bei günstigeren Bewertungen.

Fidelity hat einen Value-Fonds im Sortiment. Der Fidelity Funds - European Value Fund (ISIN: LU0353646929) konnte in den vergangenen fünf Jahren um 63 Prozent wachsen (FWW, Stand: 04.07.2017), fast eben so stark der Fidelity Funds - European Growth Fund A (ISIN: LU0048578792) – einer der meist gekauften Fonds der FondsDISCOUNT.de-Kunden.
07.07.2017,

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