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Nachhaltig investieren Axa wirft Klimakiller aus seinen Fonds

Kohlekraftwerk Foto: © / rcfotostock / FotoliaWeniger CO2-Emissionen: Axa trennt sich von den größten Klimakillern

Der Investmentmanager Axa IM will sich zum 30. Juni 2017 von Unternehmen trennen, die mehr als 50 Prozent ihrer Umsätze aus Aktivitäten im Kohlesektor generieren. Damit werden die Axa-Fonds auch unter diesem Gesichtspunkt nachhaltiger.


Kohlekraftwerke gelten als besonders klimaschädlich, denn die Energieerzeugung aus dem fossilen Brennstoff setzt am meisten CO2 frei. Nach Auskunft des Weltklimarats (IPCC) dürfen die Temperaturen jedoch nur um maximal zwei Grad Celcius steigen, wenn die hohen Risiken des Klimawandels vermieden werden sollen. Dies bedeutet zwangsläufig, dass die weltweiten CO2-Emissionen gesenkt werden müssen. Beim Investmentmanager Axa IM macht man nun Nägel mit Köpfen: Bis Ende Juni sollen alle Unternehmen aus den Portfolios herausgenommen werden, welche mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Kohlesektor generieren. Durch diesen Schritt soll die globale Energiewende gefördert werden.

Axa reagiert damit auch auf die steigende Nachfrage nach „grünen“ Investments nach ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance). „Axa IM ist seit fast 20 Jahren dem verantwortungsbewussten Investieren verpflichtet. Während dieser Zeit ist das Interesse unserer Kunden an ESG und besonders der Kohle gestiegen, und wir haben dieses Thema auch aktiv angesprochen. Mit der Entscheidung, Kohleengagements zu veräußern, richten wir uns auf die langfristigen Bedürfnisse und Ziele unserer Kunden aus“, erklärt Matt Christensen, Global Head of Responsible Investment bei Axa IM, anlässlich der Bekanntgabe der Portfolio-Änderungen. Christensen ist überzeugt, damit auch ein Signal in der Branche zu setzen.

Betroffen von der Entscheidung sind in erster Linie Bergbauunternehmen und Stromerzeuger. Die Kohlerichtlinien gelten für ein bei Axa IM verwaltetes Anlagevermögen von 714 Milliarden Euro. Ausgeschlossen sind Fonds in den Kategorien „Dachfonds“ und „Indexfonds“. Konkret bedeutet dies, das Engagements in Höhe von 165 Millionen Euro aus Anleihen- und zwölf Millionen Euro aus Aktienportfolios abgestoßen werden. Für die Kunden sollen die Umstellungen reibungslos vonstattengehen. Anleger, deren Vermögenswerte in Sondervermögen verwaltet werden, können die Anwendung der Richtlinie allerdings ausschließen. Der Abbau der Kohleengagements geschieht jedoch nicht nur aus Umweltgründen, sondern soll auch die Portfoliorisiken senken, erläutert Andrea Rossi, CEO von Axa IM: „Wir eliminieren damit schon heute Risiken in künftig wahrscheinlich ‚obsoleten‘ Vermögenswerten, wenn die weltweiten Anstrengungen zur Begrenzung der Erderwärmung auf maximal plus zwei Grad Celcius greifen.“

Axa hatte bereits im Jahr 2008 bekannt gegeben, die Waffenindustrie auszuschließen, im Jahr 2014 folgte eine Richtlinie zum Ausschluss von Palmöl und Agrarrohstoffderivaten.

Im Chartbild beispielhaft dargestellt sind drei der Top-Seller von Axa IM bei den FondsDISCOUNT.de-Kunden, der Axa Welt (ISIN: DE0008471376), der Axa Chance Invest (ISIN: DE000978945) und der Axa Europa (ISIN: DE0009775643).

27.04.2017,

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