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Expertenmeinung Dividenden weiterhin als wichtige Renditequelle

Dividenden sind eine wichtige Renditequelle Foto: © / ktsdesign / FotoliaDaniel Roberts von Fidelity hält Dividendentitel noch nicht für überteuert

Das Gewinnwachstum der Unternehmen schwächt sich ab, Ausschüttungen haben einen steigenden Anteil an der Gesamtrendite von Aktien. Trotz steigender Kurse hält Fidelity-Fondsmanager Daniel Roberts Dividendentitel für attraktiv.


Für Daniel Roberts, Fondsmanager des Fidelity Global Dividend Fund, ist die Zinspolitik das derzeit wichtigste Thema für die Aktienmärkte und der stärkste Treiber für die Anlagerenditen in den vergangenen vier bis fünf Jahren. „Zerlegt man die Marktrendite, die Aktien in dieser Zeit erzielten, in ihre drei Bestandteile Gewinnanstieg, Dividende und Bewertungsänderung beziehungsweise Anstieg der Bewertungskennzahlen, wird deutlich, wie wenig die Gewinne zur Gesamtrendite beigetragen haben. Die treibende Kraft für den Gesamtmarkt war vielmehr eine Neubewertung beziehungsweise ein Anstieg der Bewertung, was wohl dem Einfluss der Nullzinspolitik geschuldet ist“, schreibt der Kapitalmarktexperte in einem aktuellen Marktkommentar. Tatsächlich habe sich das Gewinnwachstum der Unternehmen in der Vergangenheit abgeschwächt.

Die Nullzinspolitik der Notenbanken habe auch dazu geführt, dass Dividenden gegenwärtig als Renditequelle wichtiger denn je seien: Dividenden wirken positiv auf die Gesamtrendite einer Anlagestrategie, besonders dann, wenn Ausschüttungen nicht entnommen, sondern wieder angelegt würden, so Roberts.

Doch nicht nur die Dividendenrendite, auch andere Faktoren hätten die Wertentwicklung von Aktien in den letzten Jahren beeinflusst. So hätten Portfolios, die ihr Augenmerk auf Aspekte wie niedriges Beta, stabile Gewinne, Qualität und eine geringe Schwankungsbreite legten, eine bessere Entwicklung gegenüber dem Gesamtmarkt erzielt als solche, die sich allein auf die Dividendenrendite fokussierten.

Bewertung erstklassiger Dividendentitel noch angemessen
Anleger, die befürchten, dass erstklassige Dividendenaktien mittlerweile zu hoch bewertet sind, kann Roberts beruhigen: „Ich halte defensive Aktien nicht unbedingt für überteuert. Nehmen wir zum Beispiel Grundbedarfsgüter: Verglichen mit dem Gesamtmarkt mögen sie zwar zu höheren Kurs-Gewinn-Verhältnissen gehandelt werden. Aber im langjährigen Vergleich ist das nicht ungewöhnlich. Meines Erachtens haben sie wegen ihrer stabilen und widerstandsfähigen Gewinne durchaus verdient.“

Roberts will sich unverändert auf Unternehmen konzentrieren, die dank ihrer Dividenden auf lange Sicht eine attraktive Gesamtrendite versprechen. Wichtig sei jedoch, dass Dividendenerträge nicht zulasten der Gesamtrendite gingen. Denn für eine bessere Gesamtrendite sollten sich Kapitalzuwachs und Potenzial für Gewinnwachstum die Waage halten.

Tipp: Wer breitgestreut an dividendenstarken Unternehmen teilhaben möchte, findet spezielle Dividendenfonds am Markt.

16.11.2016,

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