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Edelmetalle Gold nimmt wieder an Fahrt auf

Edelmetalle Foto: © / fox17 / FotoliaDer Goldpreis kletterte auf 1.300 Dollar pro Feinunze

Nach einer längeren Durststrecke ist der Goldpreis nun wieder deutlich gestiegen. Das glänzende Edelmetall profitiert derzeit von den herrschenden Unsicherheiten an den Märkten und wird damit einmal mehr seinem Ruf als Krisenwährung gerecht.


Noch vor gar nicht langer Zeit sahen die Prognosen für Gold recht düster aus: Ende 2015 sagten Marktbeobachter voraus, der Goldpreis könne unter 1.000 Dollar fallen – vor allem die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA und der stärkere Dollar wurden als Gründe für den Preisverfall genannt. Doch nun das Comeback: Vor wenigen Tagen stieg der Preis für eine Feinunze Gold erstmals seit zwei Jahren wieder über 1.300 Dollar. Führt man sich die gegenwärtige Gemengelange an den Märkten vor Augen, ist dieser Anstieg nicht verwunderlich, Gold tritt derzeit wieder als „Angstwährung“ in Erscheinung.

Da wäre zunächst die US-Notenbank. Statt der in Aussicht gestellten Zinsanhebung in diesem Sommer ruderte die Fed bei ihrer letzten Sitzung zurück – Janet Yellen benutzte während der Pressekonferenz zudem auffällig häufig ein Wort, das Anleger gar nicht gerne hören: Unsicherheit. Doch nicht nur Sorgen um die US- sowie die Weltwirtschaft, auch ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union führen zu Aufregung. Aus Furcht vor einem Brexit sind bereits zahlreiche Anleger aus Aktien geflüchtet – der Dax beispielsweise verlor innerhalb weniger Tage 6,7 Prozent, der Euro Stoxx sogar 7,2 Prozent. All diese Unsicherheiten spielen dem Goldpreis nun in die Karten, Experten sehen den jüngsten Anstieg nur als Beginn einer längerdauernden Rallye.

Anleger, die in diesen Bullenmarkt einsteigen möchten, können sich Goldfonds ins Depot holen. Wie der Chartvergleich für drei beispielhaft gewählte Fonds zeigt, konnten diese vom aktuellen Aufwärtstrend bereits profitieren. In Goldminenunternehmen investiert etwa der BGF World Gold Fund von BlackRock (WKN: 974119), der mit rund vier Milliarden Euro der mit Abstand größte Goldminenaktienfonds in Deutschland ist. Seit Jahresanfang erzielte der Fonds nach Angaben der Gesellschaft eine Performance von 52,51 Prozent. Auf ein Jahr gerechnet lag die Wertentwicklung bei 42,94 Prozent, geht man weiter zurück, zeigt sich im Fünf-Jahreszeitraum jedoch ein Minus von 40,28 Prozent. Zudem sieht man im Fünf-Jahreszeitraum auch die für Goldfonds typische hohe Volatilität, in diesem Fall von 32,77 Prozent (Stand: 17. Juni 2016, Edisoft).

Ebenfalls im Chartbild aufgeführt ist der Stabilitas – Gold und Resourcen (WKN: A0F6BP). Er erzielte im laufenden Jahr eine Performance von 89,34 Prozent, auf fünf Jahre gesehen ist jedoch auch hier ein Minus von in diesem Fall 27,80 Prozent zu verzeichnen. Die Volatilität liegt im Fünf-Jahreszeitraum bei 32,05 Prozent (Stand: 17. Juni 2016, Edisoft).

Als drittes Vergleichsprodukt dient in diesem Beispiel der DJE – Gold & Ressourcen (WKN: 164323). Im laufenden Jahr konnte Fondsmanager Stefan Breintner ein Plus von 43,16 Prozent erwirtschaften, in den vergangenen fünf Jahren schlägt ein Minus von 36,36 Prozent zu Buche. Die Volatilität ist mit 23,91 Prozent im Fünf-Jahreszeitraum beim DJE-Fonds am geringsten (Stand: 17. Juni 2016, Edisoft).

Fazit: Mit einem Goldfonds können Privatanleger an der derzeitigen Goldpreis-Rallye teilhaben, ein Investment hat sich in den vergangenen Monaten richtig gelohnt. Um einen Goldfonds einschätzen zu können, sollte man jedoch auch etwas weiter in die Vergangenheit zurückblicken, üblich sind fünf Jahre. Goldfonds hatten in diesem Zeitraum Verluste zu beklagen. Als weitere Kennziffer kann die Volatilität, also die Schwankungsbreite herangezogen werden – diese ist bei Fonds, die in Goldminenaktien investieren in der Regel vergleichsweise hoch.
17.06.2016,

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