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Börsen auf Allzeithoch Einsteigen, investiert bleiben oder Investitionsgrad senken?

Bergsteiger erklimmen den Gipfel. Foto: © Visions-AD / fotoliaAnleger müssen abwegen, wie weit die Börsen noch vom Gipfel entfernt sind.

Erfolg und Misserfolg einer Vermögensanlage an den Aktienmärkten hängen stark davon ab, die Stimmung an den Märkten richtig einzuschätzen. Fondsmanager Martin Garske erklärt das Risikomanagement des apano Global Systematik.


Geopolitische Ereignisse können die Stimmung an den Märkten genauso schlagartig ändern wie überraschende Unternehmensberichte oder Konjunkturdaten, die die Markterwartungen übertreffen. Auch charttechnische Faktoren und insbesondere Trendbrüche beeinflussen die Anlegerstimmung erheblich. Nicht umsonst sind die beiden Zitate „the trend is your friend“ (der Trend ist dein Freund) und „never catch a falling knife“ (greife niemals in ein fallendes Messer) die beliebtesten Klassiker unter Börsianern.

Vermögensverwalter und Fondsmanager müssen sich täglich fragen: „Will ich mein Risiko erhöhen, halten oder muss ich es reduzieren?“ Beim Mischfonds apano Global Systematik (ISIN: DE000A14UWW2) geschieht dies streng systematisch anhand globaler Indikatoren. Denn „wir lassen unser Handeln nicht von Gefühlen leiten“, sagt Fondsmanager Martin Garske im Gespräch mit FondsDISCOUNT.de.

Garske trifft also keine Bauchentscheidungen, sondern analysiert zusammen mit Markus Sievers täglich die herrschende Stimmung anhand diverser Märkte. Einerseits schaut er auf die sogenannten „Risk on“- Märkte. Das sind diejenigen Indizes, die gefragt sind, wenn Investoren mutig sind und verstärkt kaufen. Dazu zählen alle wichtigen Aktienindizes, wie beispielsweise der S&P 500, der Euro Stoxx oder der Nikkei 225. Aktien und Anleihen der Schwellenländer, das Industriemetall Kupfer sowie die Anleihen Südeuropas fallen ebenfalls in diese Kategorie.

Doch die beiden Fondsmanager des apano Global Systematik schauen sich auch diverse Frühwarnsysteme an, die auf gewichtige Gefahrenherde hindeuten könnten. Diese Indikatoren springen an, wenn die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ wie Gold oder US-Staatsanleihen plötzlich stark ansteigt. Wenn sich dann auch noch die Erwartung auf steigende Kursschwankungen und/oder auf erhöhte Kreditausfallrisiken dazu gesellt, zeugt das von hoher Nervosität der Anleger. Die Summe aller Signale beschreibt den Stimmungszustand des jeweiligen Tages. Von diesem Ergebnis wiederum abgeleitet treffen Garske und Sievers dann ihre Entscheidungen.



Lehren aus dem Brexit
Doch es gibt auch Phasen an den Märkten, in denen das Stimmungsbild sehr häufig wechselt. Das war zum Beispiel vor dem Brexit-Referendum im vergangenen Sommer der Fall. Umfragen zufolge lag die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Großbritanniens aus der EU bei etwa 50 Prozent – ein hohes Risiko. Dennoch galt das Votum gegen die EU-Mitgliedschaft bei Marktteilnehmern als schwer vorstellbar. Zu häufige Stimmungsschwankungen können eine darauf aufbauende Anlagestrategie unterminieren. Garske und Sievers haben die Erfahrungen aus dem Brexit verwertet. Seitdem wird die rein systematische Analyse der Risiko-Indikatoren ergänzt von einer täglichen Interpretation des Stimmungsindex. In Ausnahmefällen können, auch wenn das Messergebnis keine Aktivität verlangt, manuelle Eingriffe in die Fondspositionierung erfolgen. Das passiert zum Beispiel, wenn ein für die Börsen relevantes Ereignis mit jedoch ungewissem Ausgang ansteht. Beispiel hierfür war die Vorrunde der Wahl zum neuen französischen Präsidenten Anfang April.

Doch warum ist gerade jetzt ein flexibel agierender Mischfonds wie der apano Global Systematik einem reinen Aktienfonds vorzuziehen? Die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft sind doch ordentlich und die Dividendenrenditen im Vergleich zu Anleihen attraktiv? Das ist zwar richtig, aber es ist zu beachten, dass die meisten Aktien inzwischen hoch bewertet, also teuer sind. Einzelne Aktienindizes wie z.B. der TecDAX haben in den letzten zwölf Monaten fast 50 Prozent zugelegt. Das bedeutet, es ist bereits sehr viel Optimismus eingepreist. Donald Trump könnte an seinen Investitions- und Steuerplänen scheitern und damit für Enttäuschung und eine Verkaufswelle an den Märkten sorgen. Selbst der Sieg von Macron ist kein Automatismus – die Gewerkschaften in Frankreich sind mächtig. Eine jederzeit mögliche Eskalation der Spannungen in Nordkorea sowie die unverändert prekäre Schuldensituation in Europa, die Abspaltungsbestrebungen von Katalonien oder ein heftiger Streit bei den Brexit-Verhandlungen könnten die Stimmung ebenfalls drücken. Auch für Abergläubische gibt es ein starkes Argument: Jahre, die mit einer „7“ enden, lieferten in den letzten Jahrzehnten stets herbe Verluste. All diese Unsicherheiten können auch zu einer steigenden Volatilität an den Märkten führen. Dann aber steigen die derzeit günstigen Absicherungskosten für Aktien, was wiederum Verkäufe wahrscheinlicher macht. Sollte die US-Notenbank ihre geplanten Zinsanhebungen im avisierten Rhythmus fortsetzen, so dürften die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen von derzeit noch entspannenden 2,15 Prozent bald Richtung drei Prozent ansteigen. Dann sei sogar eine „Re-Rotation aus Aktien in Anleihen möglich“, glaubt Garske. Schlimmstenfalls bleibt die Stimmung dann für Aktien längerfristig schlecht. Ein Aktienfonds hat dem wenig entgegen zu setzen. Für den apano Global Systematik ist dies aber kein Problem. Dann heißt es eben „Risk off“ und der Fonds schichtet um. Wenn erforderlich, komplett in Anleihen und Kasse.

Der apano Global Systematik ist weltweit positioniert. Mit 36,38 Prozent ist Europa derzeit am stärksten gewichtet. 27,70 Prozent des Kapitals ist in den USA investiert, in Asien/Pazifik stecken 18,19 Prozent des Fondsvermögens. Die Cashquote liegt bei 15,58 Prozent. Auch taktisch steht der apano Global Systematik auf breitem Fundament. Neben Regionen-ETFs (38,75%) kommen mit 26,88 Prozent ausgewählte Branchen-ETFs zum Einsatz. Breiten Raum nehmen mit 18,79 Prozent auch die Faktor- ETFs ein. Im Faktorsegment sind Aktien mit hoher Dividende, niedriger Volatilität und einer attraktiven Bewertung vertreten (Value). Der Fonds startete Ende 2015 streng systematisch. Garske und Sievers bewiesen gleich zu Beginn 2016, wie konsequent sie das Risiko abbauen, wenn es kritisch an den Märkten wird. Während Weltaktien damals mehr als 15 Prozent einbüßten, waren es beim apano Global Systematik gerade mal 5 Prozent, dann war der Fonds bereits komplett in Cash. Die Ergänzung des Risikomanagements hat sich bislang also gelohnt, was im 1-Jahres-Vergleich mit anderen beliebten Fonds gut ersichtlich ist (siehe Chart).

Über FondsDICOUNT.de ist der Fonds ohne Ausgabeaufschlag erhältlich.
19.06.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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apano Global Systematik von HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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