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Anlagestrategie So bringen Sie Ihr Depot in den Urlaubsmodus

Depot urlaubsfest machen Foto: © / anyaberkut / FotoliaFür viele ist der Sommer die schönste Zeit des Jahres. Wer will da schon täglich Börsenkurse lesen?

Sommer, Sonne, Urlaub – wer will da schon täglich die Börsenkurse checken? Unsere drei Tipps zeigen, wie Sie Ihr Depot auf die Ferien vorbereiten und dennoch nicht auf Renditechancen verzichten müssen.


Urlaubstipp Nr. 1: Depot überprüfen und Spekulationen vermeiden
Grundsätzlich sollte man sein Depot etwa ein bis zweimal pro Jahr einem Check unterziehen – die Zeit vor den großen Ferien bietet sich zumindest für eine grobe Überprüfung an. Papiere mit mehr Risiken als Chancen oder auch Fonds, die nicht mehr zur persönlichen Anlagestrategie passen, sollten dabei verkauft werden. Vor dem Urlaub jedoch das gesamte Depot umzustellen und die neu getätigten Anlagen dann für mehrere Wochen sich selbst zu überlassen bzw. alles zu verkaufen und das Depot zu liquidieren empfiehlt sich allerdings nicht, denn durch die Verkaufsorders würden hohe Transaktionskosten anfallen – zudem wäre die Enttäuschung bei anhaltender Börsen-Rallye groß. Was jedoch vermieden werden sollte, sind Spekulationen über zeitlich befristete Optionsscheine oder Zertifikate mit hohem Hebel. Denn um Verluste zu vermeiden, verlangen solche Papiere viel Aufmerksamkeit.

Urlaubstipp Nr. 2: Stop-Loss-Order setzen
Ein geläufiger Ratschlag, um sich vor Kursrutschen zu schützen, ist das Hinterlegen einer Stop-Loss-Order. Der so gesetzte Verkaufsauftrag wird dann automatisch ausgeführt, wenn der Fonds bzw. die Aktie einen festgelegten Kurs unterschreitet. Allerdings: Eine zu hoch gesetzte Verkaufsschwelle ist dann ärgerlich, wenn der Anteilsschein einen schwachen Tag hat, seine Aufwärtsbewegung aber danach fortsetzt. Wird die Stop-Marke hingegen zu tief angesetzt, läuft man Gefahr, unnötige Kursverluste mitzunehmen, bevor die Order ausgelöst wird. Empfohlen wird eine Spanne von zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs, bei sehr schwankungsintensiven Papieren kann auf etwa 20 Prozent erhöht werden. Alternativ bietet für solche Titel oder generell in Zeiten hoher Volatilität das Setzen von Trailing-Stop-Losses (dynamischen Limits) an. Gehen die Kurse nach oben, zieht der Stop-Wert in einem vorgegebenen Abstand hinterher. Das heißt, zusätzlich zum Stop-Wert muss auch ein Differenzwert angegeben werden. So lassen sich Kursanstiege automatisch sichern.

Beispiel: Ein Fondskurs liegt bei 116 Euro, als initialer Stop-Loss werden 106 Euro gesetzt. Der Trailing-Abstand wird mit zehn Euro hinterlegt. Fällt nun der Kurs auf 106 Euro oder darunter, wird die Verkaufsorder über Stop-Loss ausgeführt. Steigt aber der Kurs auf 126 Euro oder mehr, zieht der Trailing-Stop-Loss im Abstand von zehn Euro hinterher und die Anteile würden bei einem Stand von 116 Euro abgestoßen werden.

Eine solche Absicherung kann sinnvoll sein, da die Märkte in den Sommermonaten meist eine geringere Liquidität aufweisen als sonst – Marktbewegungen schlagen sich daher heftiger nieder. Doch das Setzen von Stops und Limits kann auch Nachteile haben. Denn gerade in volatilen Seitwärtsphasen können Anleger durch zu eng gesetzte Verkaufsmarken regelrecht ausgebremst werden. Erholt sich der Kurs danach wieder, müssen die Papiere teuer nachgekauft werden. Anleger sollten sich daher immer bewusst sein, dass Börse nur langfristig funktioniert und Verlustrisiken durch eine breite Streuung reduziert werden können.

Urlaubstipp Nr. 3: Fonds, die ruhig schlafen lassen
Während einer längeren Abwesenheit können solche Fonds interessant sein, die schon von ihrer Konzeption her eine geringe Schwankungsbreite (Volatilität) aufweisen. Das bringt Stabilität ins Depot und verringert die Verlustrisiken bei Börsenrückgängen. Dabei können Anleger auf spezielle Low-Volatility-Fonds wie etwa den Parvest Equity World Low Volatility (ISIN: LU0823417810) setzen oder ganz klassisch auf defensiv ausgerichtete Mischfonds zurückgreifen. Beispiele für solche konservativen Anlagen, die dennoch attraktive Renditeaussichten bieten, wären etwa der Rouvier Patrimoine (ISIN: LU1100077442) mit einer Wertentwicklung von 21,64 Prozent bei einer Volatilität von gerade einmal 2,66 Prozent in fünf Jahren, der Ethna Defensiv (ISIN: LU0279509904) mit einer Performance von 14,31 Prozent und einer Volatilität von 2,91 Prozent in fünf Jahren oder etwa der M&G Optimal Income (ISIN: GB00B1VMCY93), der Anlegern in den letzten fünf Jahren ein Plus von 27,69 Prozent bei 3,82 Prozent Volatilität eingebracht hat (alle Angaben von FWW, Stand: 20.07.2017).
20.07.2017,

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Ethna-DEFENSIV A von ETHENEA Independent Investors S.A.
M&G Optimal Income Fund A-H EUR acc von M&G Securities Limited
Parvest Equity World Low Volatility C von BNP Paribas Asset Management Luxembourg
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Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
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  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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