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Nebenwerte 2016 kann ein starkes Jahr für Small Caps werden

Nebenwerte Foto: © / ArtFamily / fotoliaAuf die Größe kommt es nicht an.

Aktienkurse von Small Caps wachsen mittel- und langfristig schneller als Aktien großer Unternehmen. Die expansive Geldpolitik der EZB dürfte diesen Trend weiter unterstützen. Anleger können zwischen ETFs oder aktiv gemanagten Small Cap-Fonds wählen.


Small Caps gehören zur Kategorie der Nebenwerte. Sie sind Aktiengesellschaften mit einem niedrigen Börsenwert. Die bekanntesten Small Caps sind in Deutschland zum Beispiel im SDAX gelistet. Es gibt aber noch viele weitere, die in keinem Index auftauchen. Da Small Caps oft kleine und teilweise auch noch junge Unternehmen sind, ist ihr Wachstumspotenzial entsprechend groß. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Small Caps wesentlich schneller wachsen als Large Caps, also Unternehmen mit einem sehr hohen Börsenwert.

Die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen sprechen dafür, dass Small Caps auch im neuen Jahr wieder stark wachsen werden. Die Unternehmen sind vergleichsweise günstig bewertet, daher haben die Aktien in guten Börsenphasen im Schnitt auch ein höheres Wachstumspotenzial. Da die expansive Geldpolitik in Europa in den nächsten Jahren fortgesetzt werden wird, ist der Weg an den Aktienmärkten frei für neue Investitionen. Das zeigt allein der Anstieg des DAX in den Tagen nach der Zinsanhebung in den USA.

Ökonomisches Umfeld günstig für Small Caps
Die Geldschwemme von EZB-Chef Mario Draghi kommt in erster Linie spekulativeren Investments wie Small Caps zugute, da dort höhere Renditen erwirtschaftet werden können. Mehr Liquidität zieht zudem höhere Bewertungen an der Börse nach sich.

Ein Grund, warum Small Caps in der Regel schneller wachsen können, liegt auch darin, dass sie in der Regel ein höheres Risiko als Investment darstellen. Die Unternehmen sind oft noch jung, sie sind abhängig von Nischenmärkten und können sich an den Finanzmärkten nicht so leicht mit neuem Kapital versorgen. Zudem sind sie krisenanfälliger als große Unternehmen, die schon länger am Finanzmarkt aktiv sind. Die Aktien von Small Caps sind daher auch volatiler als die von großen Unternehmen.

Risiko streuen mit Small Cap-Fonds
Doch es gibt Mittel und Wege, diese Risiken einzugrenzen. Wer in den Markt einsteigen will, kann das neben zahlreichen aktiv gemanagten Fonds (siehe Grafik) zum Beispiel mit einem Small Cap ETF wie dem dbx MSCI Europe SCap tun (WKN: DBX1AU) das Risiko auf mehrere Unternehmen streuen und kostengünstig vom Wachstumspotenzial des Marktes profitieren. Der Fonds bildet den MSCI Total Return Net Europe Small Cap Index ab. Hierzu investiert der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere und setzt zudem derivative Techniken (Swaps) ein.

Der MSCI-Europe Small-Cap-Index – der knapp 900 Unternehmen mit geringem Börsenwert abbildet – konnte in den vergangenen fünf Jahren sechs Mal so schnell wachsen wie der MSCI-Europe, der über 400 Large- und Mid Cap-Titel beinhaltet. Dennoch gibt es auch bei den Small Cap Indizes immer mal wieder Phasen, in denen sich die kleinen Unternehmen an der Börse über mehrere Jahre hinweg schlecht entwickelt haben. Anleger sollten daher langfristig denken.

Tipp: Die unten aufgeführten Aktienfonds gehören zu den FondsDISCOUNT.de-Topsellern der europäischen Nebenwerte.
18.12.2015,

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