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Geldpolitik Aktienfonds profitieren von Zins-Senkung in China

Geldpolitik Foto: © / zhu difeng / fotoliaZinssenkung in China: Die Finanzmärkte kenen keine geografischen Grenzen.

Europäische Aktien erreichen neue Höchststände nach der Bekanntgabe einer weiteren Zinssenkung in China. Die Aussicht auf weiterhin billiges Geld durch die Europäische Zentralbank verstärkt diesen Trend – gute Nachrichten für Halter von Aktienfonds.


Zum sechsten Mal in diesem Jahr senkt die People‘s Bank of China (PBOC) den Leitzins, um die schwache Wirtschaft anzukurbeln. Die letzte Zinssenkung hatte es erst im Juli gegeben. Der neue Zinssatz beträgt 4,35 Prozent, das entpricht einer Senkung von 25 Basispunkten. Außerdem senkt die PBOC die Eigenkapitalvorschriften für Banken.

Damit will China die Kreditvergabe im Land auf die Sprünge helfen. Die Entscheidung kommt nur wenige Tage nach der Bekanntgabe des Wirtschaftswachstums im dritten Quartal. Da das BIP in diesem Zeitraum mit 6,9 Prozent mit den eigenen Prognosen von 7,0 Prozent fast übereinstimmt, könnte die Zinssenkung als Überraschung betrachtet werden. Zahlreiche Ökonomen zweifeln jedoch an den aktuellen Zahlen der Regierung und schätzen das Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt deutlich geringer ein.

Schlechte Nachrichten für Anleihenmarkt
Die Nachricht aus China erreicht europäische Halter von Anleihen nur einen Tag nach der Verkündung von EZB-Chef Mario Draghi, das Anleihenkaufprogramm aufrechterhalten zu wollen und gegebenenfalls im Dezember sogar noch auszuweiten. Die EZB schwächt damit den Wert des Euro und will die Inflation antreiben. Die Aussicht auf neue Liquidität wirkt sich unmittelbar auf den Markt für Staatsanleihen aus. Dort ist die EZB sehr aktiv und treibt die Kurse der Schuldtitel nach oben. Gleichzeitig fallen die Renditen in den Keller. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen bringen Anlegern gerade einmal 0,51 Prozent Zinsen. Für zweijährigen Schuldtitel der Bundesrepublik zahlen sie sogar drauf: Die Rendite liegt bei -0,31 Prozent auf einem Rekordtief.

In den vergangenen zwei Monaten mussten Rentenfonds daher einen Kapitalabfluss von rund 27 Milliarden Euro verkraften. Anleger erwarten für die kommenden Monate, dass sich der Trend noch verschärft, da auch die viel diskutierte Zinswende in den USA auf das kommende Jahr verschoben werden könnte und die EZB ihr Anleihenkaufprogramm eher ausdehnen als zurückfahren dürfte. Auch die japanische Zentralbank könnte auf ihrem Treffen kommende Woche eine Ausweitung ihrer Geldpolitik verkünden, berichtet die Financial Times und beruft sich dabei auf „einige Investoren“.

Gute Nachrichten für Aktienmarkt
Aktien werden hingegen durch die goldene Ära des billigen Geldes wieder attraktiver. Der Dax erreichte am Freitagnachmittag die Marke von 10.800 Punkten, so hoch stand der deutsche Leitindex zuletzt vor dem Black Monday im August. Ein Vergleich der Topseller bei den Aktienfonds der FondsDISCOUNT.de-Kunden mit Schwerpunkt auf europäische Titel lohnt sich.

23.10.2015,

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