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Kleine Korrekturen Flugzeugfonds muss Abstriche hinnehmen

Flugzeuge Foto: © Photomorphic / istockphoto.com

Harter Konkurrenzkampf: Kalkulatorische Abstriche beim Dr. Peters DS 139 Flugzeugfonds XIII zur Finanzierung des vierten Airbus A380 für Air France. Das Grundkonzept bleibt, bei den Zahlen mussten jedoch leichte Korrekturen vorgenommen werden.

Dr. Peters DS 139 Flugzeugfonds XIII

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Dr. Peters DS 139 Flugzeugfonds XIII von Dr. Peters

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Viel Konkurrenz verdirbt die Preise. Der DS 139 Flugzeugfonds XIII muss daher beim vierten Airbus A380, den der Emittent Dr. Peters für Air France finanziert, einige Abstriche in kalkulatorischer Sicht machen. Zwar gleicht der geschlossene Flugzeugfonds seinen Vorgängerfonds, doch die sehr hohen Ansprüche, mit denen die Anleger von Dr. Peters Fonds verwöhnt wurden, können beim neuen Flugzeugfonds zur Finanzierung des vierten Airbus A380 für Air France nicht in vollem Umfang umgesetzt werden. Jürgen Salamon erklärt die Situation mit dem deutlich härteren Konkurrenzkampf, der zu Zugeständnissen an den Markt zwingt. Weitere Faktoren, die zu der Korrektur der Zahlen im Vergleich zum ansonsten vom Grundkonzept identischen Vorgängerfonds veranlassen, sind immer schwieriger realisierbare Finanzierungen und deutlich härtere Verhandlungen der Fluggesellschaften um die Konditionen.

Ungleiche Behandlung durch deutsch-französischen Hersteller
Der deutsch-französische Hersteller Airbus legt eine ungleiche Behandlung der Kunden fest, denn Kunden aus Europa werden hauptsächlich an der Elbe bedient. Während der Australischen Airline Qantas am 8. April 2011 im Airbus-Werk in Toulouse der Airbus A380 übergeben wurde, musste die Prestige-Airline Frankreichs Air France ins kalte Hamburg kommen, um den insgesamt sechsten A380 in Empfang zu nehmen. Zur feierlichen Übergabe des vierten Airbus A380 aus Finanzierungen von Flugzeugfonds von Dr. Peters waren 300 Gäste eingetroffen, um der Übergabe des Superfliegers aus dem DS 137 Flugzeugfonds durch Firmenchef Jürgen Salamon beizuwohnen. Im März oder April 2012 soll bereits die nächste Reisedelegation an der Elbe eintreffen, um den Airbus A380 aus dem DS 139 Flugzeugfonds XIII entgegen zu nehmen. Im Verkaufsprospekt kalkulierte die Fondsinitiatorin jedoch vorsichtshalber mit der Übergabe am 1. Mai 2012.

Leichte Verschlechterung der Zahlen des DS 139 Flugzeugfonds XIII im Vergleich zum Vorgängerfonds
Eine Verbilligung des Kaufpreises des Airbus A380 konnte lediglich von 156,9 auf 152,9 Millionen Euro erzielt werden, da der Dollar schwächer ist und Flugzeugpreise generell in US-Dollar angegeben werden. Der Leasing-Faktor wurde von 0,955 auf 0,923 reduziert, die Finanzierung ist dafür etwas günstiger als beim Vorgängerfonds des geschlossenen DS 139 Flugzeugfonds XIII. Die Ausschüttung musste im Verkaufsprospekt des neuen Dr. Peters Flugzeugfonds ebenfalls um 0,25 Prozentpunkte reduziert werden. Dadurch wird die Ausschüttung für die Anleger nur noch 7,25 Prozent betragen - beim Vorgänger des aktuellen geschlossenen DS 139 Flugzeugfonds XIII konnten die Anleger noch mit einer Ausschüttung von 7,5 Prozent kalkulieren. Nach 16 Jahren soll der aktuelle Flugzeugfonds von Dr. Peters 220 Prozent der Zeichnungssumme erwirtschaftet haben, der Verkaufserlös ist darin bereits einkalkuliert.

Full-Life-Condition – ein wichtiger Punkt der Verhandlungen mit Air France
Zwar wurde im Verkaufsprospekt des DS 139 Flugzeugfonds XIII mit Half-Life-Condition kalkuliert, die Dr. Peters Gruppe hat jedoch bei den Verhandlungen mit Air France alle Anstrengungen unternommen, um den Airbus A380 mit Full-Life-Condition zurück zu erhalten. Das Pochen auf Full-Life-Condition erfolgt in rein wirtschaftlichem Interesse, da ein Flugzeug, das über 10 Jahre alt ist auch im optimalen Zustand nicht mehr als neu bezeichnet werden kann, obwohl zahlreiche Verschleißteile bei Flugzeugen regelmäßig ersetzt werden. Trotz der Korrektur der Zahlen gegenüber dem Vorgängerfonds wurde der aktuelle DS 139 Flugzeugfonds XIII von Fonds & Co. mit „Sehr Gut“ ausgezeichnet.
16.12.2011,

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