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„Katzensprung“ Investoren wagen sich auf den britischen Immobilien-Markt

„Katzensprung“ Foto: © / Rita Kochmarjova / fotoliaWas der britische Immobilienmarkt mit einer springenden Katze zu tun hat.

Nach dem Brexit-Schock stabilisieren sich die britischen Immobilienpreise langsam wieder. Investoren begeben sich auf die Suche nach Schnäppchen. Doch die Crash-Gefahr ist noch nicht gebannt, handelt es sich vielleicht nur um einen „Dead-Cat-Bounce“?


Seit einigen Tagen wird viel über die Entstehung einer Immobilienkrise in Großbritannien spekuliert. Zahlreiche Investoren verabschiedeten sich nach dem Brexit aus dem Markt, was einen Einbruch der Aktienkurse einiger Immobiliengesellschaften nach sich zog. Einige offene Immobilienfonds in Großbritannien stoppten sogar die Anteilsscheinrückgabe und verkauften Premium-Immobilien, um sich während dieser Stressphase mit Liquidität zu versorgen.

Nachdem die Panik langsam aus dem Markt weicht, ist es wahrscheinlich, dass die Preise für die Immobilien fallen werden, die die zahlreichen Fondsgesellschaften auf dem Markt schmeißen müssen. Die französische Großbank Société Générale hält es für möglich, dass die Verkaufspreise für Immobilien in der Londoner Metropole um bis zu 25 Prozent einbrechen könnten. Der Schreck der Investoren scheint nämlich schon ein wenig nachzulassen. Investoren suchen bereits wieder nach Schnäppchen, um in den Markt einzusteigen. Neben den kürzlich gefallenen Preisen macht die Schwäche der britischen Währung Immobilien in Großbritannien für ausländische Investoren zusätzlich attraktiv. Seit dem Brexit-Referendum ist das britische Pfund im Vergleich zum Dollar um elf Prozent gefallen.

Britische Immobilien: Lebt die Katze noch?
Nicht nur Private-Equity-Unternehmen und Hedgefonds reißen sich derzeit um die britischen Immobilien. Auch langfristige Investoren sind auf der Suche nach einem guten Deal, berichtet das Wall Street Journal. In der Tat haben sich die Aktien der Real-Estate-Unternehmen nach dem Brexit-Crash wieder ein wenig erholt. Wie robust diese Erholung jedoch ist, lässt sich noch nicht absehen. Derzeit laufen noch wetten von Hedge-Fonds gegen einzelne britische Immobilienfirmen. Es könnte also sein, dass die Kurse in Kürze wieder fallen.

Société Générale spricht in dem Kontext von einem „Dead Cat Bounce“, ein englisches Sprichwort unter Börsenteilnehmern. Es besagt, dass sogar eine tote Katze noch hüpft, wenn sie nur tief genug gefallen ist. Die Bank ist sich also nicht sicher, wie ernst sie diesen Katzensprung nehmen soll.

Brexit ist keine Gefahr für deutsche Immobilien
Auf dem Immobilienmarkt in Deutschland hat der Brexit keine Spuren hinterlassen. Hierzulande beherrscht ein ganz anderes Thema die Medien. Einige Fondsgesellschaften nehmen kein Kapital mehr von Investoren an, weil offenen Immobilienfonds schlicht und ergreifend die Investitionsobjekte fehlen, um dieses Kapital renditebringend anzulegen.

Immobiliengesellschaften müssen hierzulande keinen Massenverkauf von Anlegern fürchten. Auch in Stressphasen müssen Investoren die Rückgabe ihrer Anteile zwölf Monate im Voraus ankündigen, damit die Gesellschaften sich darauf einstellen können. Neukunden müssen ihre Anteile mindestens zwei Jahre lang halten. Auch Investoren, die bereits länger in offenen Immobilienfonds investiert sind, dürfen pro Halbjahr maximal 30.000 Euro abziehen.

Immobilien sind nun einmal keine liquiden Assets. Wer trotzdem an der Wertsteigerung des „Betongoldes" teilhaben möchte, kann auf unserer Beteiligungsseite aus den beliebtesten geschlossenen Fonds in Form von Vermögensanlagen und Alternativen Investmentfonds auswählen. Allerdings gilt zu beachten, dass die Laufzeiten meist mehrere Jahre betragen, damit Investoren für den Bau und den Betrieb der Projekte – seien es nun Wohn- oder Einzelhandelsimmobilien – Planungssicherheit benötigen.
19.07.2016,

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