Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Kennzeichnung von Wertpapiergeschäften ab 2018 Stiftungen brauchen ab Januar eine LEI-Nummer

Paragraphen, Verordnungen und Richtlinien. Foto: © sk_design / fotoliaMit der LEI-Nummer soll der Derivate-Handel transparenter werden.

Ab 2018 müssen alle Unternehmen, die Wertpapiergeschäfte wie Fonds- oder Derivatekäufe abwickeln, eine LEI-Nummer angeben, sonst droht eine Sperre der Transaktionen. Dies gilt u.a. auch für Stiftungen. Für Privatanleger ist dies nicht notwendig.


Für die eindeutige Kennzeichnung von Wertpapiergeschäften müssen Unternehmen ab Januar eine LEI-Nummer angeben. Dies gilt vorerst überwiegend für Derivate-Geschäfte. „Der Legal Entity Identifier (LEI) ist ein individueller 20-stelliger Code zur Kennzeichnung einer eigenständigen Rechtseinheit, die als Gegenpartei bei einer Derivatetransaktion (Swap-Transaktion) an den Finanzmärkten auftritt“, lautet die Definition der Deutschen Börse.

Die LEI-Nummer ist erforderlich, um Meldungen an das Transaktionsregister gemäß der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) vornehmen zu können. Durch diese Meldungen sollen systemische Risiken im Finanzmarkt reduziert und die Transparenz im außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten verbessert werden.

„Auch Banken und Vermögensverwalter benötigen einen LEI von den Unternehmen, für die sie Wertpapiergeschäfte tätigen oder aber eine Vollmacht, um in ihrem Namen einen LEI zu beantragen“, schreibt das Finanzmarkt-Magazin Cash. Privatpersonen und rechtlich unselbstständige Unternehmensteile würden dagegen keinen LEI benötigen.

Um einen LEI zu erhalten, müssen sich Unternehmen, wie z.B. Stiftungen, die ein Firmendepot besitzen, bei einer zugelassenen LEI-Vergabestelle registrieren, einer sogenannten Local Operating Unit (LOU). Mehr Informationen dazu gibt es auf Online-Portalen wie z.B. LEI Direct. Die LOU prüft die übermittelten Angaben und vergibt nach erfolgreicher Prüfung einen Pre-LEI-Code, der bis zum Zeitpunkt der Einführung eines weltweit gültigen LEI-Systems, mindestens aber für ein Jahr, gültig sein soll.

Sperre für Börsen-Transaktionen vermeiden

Die Registrierung bei der LEI-Vergabestelle ist vor Inkrafttreten der EU-Richtlinie MiFID-II gemäß MiFIR-Verordnung Anfang 2018 notwendig, sonst droht eine Totalsperre für Börsentransaktionen ab dem dritten Januar. Das geht aus Informationen der comdirect hervor, die FondsDISCOUNT.de vorliegen. Kunden, die ausschließlich Investmentfonds über die Kapitalanlagegesellschaften kaufen oder verkaufen möchten, benötigen die LEI hingegen nicht und können auf eine Beantragung verzichten.

Dies gilt jedoch ausdrücklich nicht für Exchange Traded Funds (ETF). Einige der passiven Investmentfonds bilden die Performance ihres Index ausschließlich über Derivate nach. Diese synthetische Replikation geschieht meistens mittels Swap-Geschäften.

Firmen-Investoren und Akteure, die am Derivatehandel beteiligt sind, wie z.B. Großbanken, Stiftungen, Fondsgesellschaften, exportorientierte Unternehmen und Kommunen, sollten sich vorab bei ihrer Depotbank informieren.

Sie sind sich unsicher, ob Sie eine LEI benötigen? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Kontaktformular

14.12.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Ähnliche Artikel finden

» » » Kennzeichnung von Wertpapiergeschäften ab 2018 - Stiftungen brauchen ab Januar eine LEI-Nummer

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Konten & Depots

FondsDISCOUNT.de bei Tradern beliebt FondsDISCOUNT.de bei Tradern beliebt - Holen Sie sich das „Pflicht-Depot“ für aktive Anleger Stimmen Ihre Depot-Konditionen noch mit Ihrem Trading-Verhalten überein? Das Finanz-Portal Sharedeals empfiehlt aktiven Anlegern ein „Pflicht-Depot“ über FondsDISCOUNT.de. Unser Vergleich mehr...

Umfrage zur Finanzkompetenz Umfrage zur Finanzkompetenz - Banken überschätzen die eigenen Kenntnisse über ihre Kunden Eine Studie der GfK im Auftrag des Bankenverbands beklagt die mangelnden Finanzkenntnisse der Deutschen. Dabei tragen die Banken eine Mitschuld daran. Denn moderne, transparente und rentable Produkte fehlen am mehr...

Finanzmarktreform MiFID II Finanzmarktreform MiFID II - Die große Herausforderung für Fondsboutiquen 2018 Asset Manager stellen sich der Herausforderung einer Mammut-Reform des Finanzmarkts in Europa. Für Privatanleger sollen die Kosten 2018 transparenter werden. Kleinere Fondshäuser könnten durch mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 8 bis 22 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media