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Cyber-Sicherheit bei Chipherstellern Tech-Aktien auch von Schreckgespenst nicht aufzuhalten

Hacker sitzt vorm Computer mit Kapuzenpulli. Foto: © Gorodenkoff / fotoliaHacker war für Technologie-Aktionäre in 2017 nicht mehr als ein Schreckgespenst.

Technologie-Aktien konnten in 2017 eine beeindruckende Rallye hinlegen. Sogar Nachrichten über Sicherheitslücken bei Prozessoren lassen Investoren weitgehend kalt. Was es damit auf sich hat und welche Fonds auch 2018 durchstarten könnten.


Alle im Markt befindlichen Macs, iPhones und iPads sind von einer Sicherheitslücke der Prozessoren von Intel betroffen, teilt Apple mit und versichert, dass diese Schwachstelle bislang noch nicht von Hackern ausgenutzt worden sei. Auch der Chiphersteller AMD sowie Endgeräte von Microsoft und das Betriebssystem Android seien betroffen. Auch ARM Holdings, ein Hersteller von Smartphone Modulen für fast alle Hersteller, arbeite mit den Betroffenen Unternehmen an der Lösung des Problems. Die Sicherheitslücke könnte es Hackern ermöglichen, auf sensible Daten wie Passwörter und Verschlüsselungs-Codes zuzugreifen, mit denen auch Konversationen ausgelesen werden könnten.

Apple beteuert, einen Großteil der Gefahr durch die Software-Updates auf ihren Endgeräten bereits gebannt zu haben. Allerdings sollen die Updates die Geschwindigkeit der Prozessoren beeinflussen. Zuvor verkündete eine von der US-Regierung unterstützte Cyber-Security Firma namens CERT, dass der Fehler nur durch einen Austausch der Hardware – also der Chips selbst – zu beheben sei. Bei etlichen Millionen Endgeräten käme dies für die Unternehmen einer Katastrophe gleich. Der Höhenflug der Apple-Aktie wurde vorerst gestoppt. Die Aktie von Intel brach nach Bekanntwerden am Mittwoch der Sicherheitslücke um 5,7 Prozent ein.

Mittlerweile ist CERT von dieser drastischen Empfehlung abgewichen. „Software-Patches“ oder Reparaturen würden das Potenzial für Angriffe mildern. Ob das Problem damit nachhaltig gelöst ist, bleibt vorerst unklar, berichtet die Financial Times.

Die Schwachstellen im Detail: Meltdown und Spectre

Eine der beiden Schwachstellen wurde von Informatikern mit dem düsteren Namen Meltdown (also Kernschmelze) getauft. Dabei soll es schädlichen Programmen möglich sein, vom Nutzer unbemerkt den Hauptspeicher des Betriebssystems eines infizierten Computers oder darauf laufende Programme anzugreifen und sensible Daten auszulesen. Diese Sicherheitslücke sei von Apple mit den neuesten Software-Updates mittlerweile geschlossen worden.

„Das Angriffsszenario Spectre durchbricht die Abschirmung zwischen verschiedenen Anwendungen“, schreibt das Magazin Chip.de. Es ermögliche einem Angreifer, auch fehlerfreie Programme zu manipulieren, damit sie ihre sensiblen Daten preisgeben. Die fehlerhaften Chips bieten Hackern weitere Angriffsflächen, die nur durch ein Update der mitgelieferten Prozessoren-Firmware abgesichert werden können.  

Technologie-Fonds haben spektakuläres Jahr hinter sich

Neben der schleppenden Nachfrage für das iPhone X sind das keine guten Nachrichten für Apple und Investoren von Intel, beides Aktien, wie sie in vielen Technologie-Fonds enthalten sind. Das Schreckgespenst der Cyber-Sicherheit betrifft aber nur einen Teil der Industrie. Die Aktien von AMD und Nvidia stiegen zu Jahresbeginn deutlich. Der gesamte Sektor der Technologie-Aktien war im vergangenen Jahr aber nicht zu stoppen, wie ein Blick auf Technologiefonds zeigt.

Der JPM Europe Technology (ISIN: LU0104030142) investiert überwiegend außerhalb des Silicon Valley, ist aber in den vergangenen zwölf Monaten mit einer Wertentwicklung von 28,85 in seiner Vergleichsgruppe nicht zu schlagen. Der Sektorendurchschnitt aller Technologiefonds ist im Vergleichszeitraum mit knapp 20 Prozent im Plus. Einen detaillierten Vergleich von fünf Technologiefonds in den vergangenen fünf Jahren haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Artikel: Das sind die fünf besten Technologie-Fonds der letzten 5 Jahre

05.01.2018,

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