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ETF-Serie: Aktiv gegen passiv Rentenfonds im Vergleich

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Rentenfonds sind defensiver als Aktienfonds und werden daher oft als Alternative zu zinsschwachen Spareinlagen gesehen. Wir haben aktiv gemanagte Rentenfonds mit ETFs auf Rentenindizes hinsichtlich Performance und Volatilität verglichen.


Anleihen sind eine vergleichsweise langweilige Anlageform: Feste Laufzeiten und Zinskupons machen die Papiere berechenbarer als etwa Aktien, die im Wert ständig schwanken. Wer sich damit jedoch eine Alternative zu den Magerzinsen auf dem Sparbuch erhofft, sollte den Rentenmarkt ganz genau analysieren. So sind aktuell die Renditen von Bundesanleihen bis zu einer Laufzeit von vier Jahren sogar negativ, für eine Laufzeit von zehn Jahren gibt es gerade einmal 0,7 Prozent Verzinsung. Und auch jenseits unserer Landesgrenzen sieht es düster aus: Laut JP Morgan Asset Management rentiert fast die Hälfte des europäischen Staatsanleihenmarktes unter 0,5 Prozent. Wer dagegen auf Rentenfonds statt auf Einzeltitel setzt, konnte nach einer Berechnung von Finanztest im vergangenen Jahr rund elf Prozent Gewinn erzielen – und das wiederum kann sich im anhaltenden Niedrigzinsumfeld durchaus sehen lassen. Dieses Ergebnis erklärt sich dadurch, dass in den Portfolios der Fondsmanager auch noch ältere Anleihen mit besserer Verzinsung liegen. Werden dann nur noch niedrig verzinste Anleihen begeben, führt dies zu Kursgewinnen bei bereits notierten Papieren. Genau umgekehrt verhält es sich jedoch bei steigenden Zinsen – sie sorgen dafür, dass Rentenpapiere an Wert verlieren. Hintergrund: Die neuen Anleihen hätten dann einen höheren Zinskupon, den ältere Anleihen nur über günstigere Kurse ausgleichen können, um für Käufer attraktiv zu bleiben. Anleger, die Rentenfonds im Depot haben, sollten die Marktentwicklungen daher stets im Blick behalten und bestenfalls auf eine langfristige Strategie setzen. So können Schwankungen ausgeglichen werden.

Fonds oder ETFs – was lohnt sich mehr?
Grundsätzlich hängt der Zinskupon einer Anleihe von der Bonität des Emittenten ab. Gilt dieser als zahlungskräftig und zuverlässig, kann er sich günstig Geld beschaffen – die Anleihe ist dann niedrig verzinst. Dies trifft beispielsweise auf die eingangs genannten Bundesanleihen zu. Je höher allerdings die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls ist, desto mehr Zinsen muss der Schuldner an die Anleihekäufer bezahlen – schließlich ist er auf die Beschaffung von Kapital angewiesen. Dies gilt für Staatsanleihen genauso wie für Unternehmensanleihen: Wer bereit ist, höhere Risiken zu tragen, wird mit mehr Rendite belohnt. Anleger, die genau diese Strategie verfolgen, finden am Markt verschiedene sogenannte High-Yield-Bond-Fonds („Hochzinsanleihen“) oder beispielsweise Fonds, die auf eher riskante Schwellenländeranleihen fokussieren. Hält der Fonds dagegen Staatsanleihen von bonitätsstarken Emittenten, fällt der Ertrag moderater aus. Umso wichtiger ist es, die Kosten, die mit einem solchen Investment verbunden sind, genau zu betrachten. Viele Anleger weichen aufgrund der erhobenen Ausgabeaufschläge und Managementgebühren daher auf ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, aus. Kunden von FondsDISCOUNT.de dagegen können den Kostenaspekt weitgehend vernachlässigen – sie haben die Wahl zwischen 10.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag – und sich stattdessen voll auf die Wertentwicklung des Fonds bzw. ETFs konzentrieren.

Wir haben einige beliebte aktiv gemanagte Rentenfonds und ETFs auf Rentenindizes verglichen. Das Ergebnis: Beide Produktarten schneiden in ihrer Wertentwicklung und ihrer insgesamt relativ geringen Volatilität in etwa gleich ab. Durch geschickte Titelzusammenstellung gelingt es einzelnen Fondsmanagern jedoch, den ETF zu übertreffen, dies gilt zum Beispiel für den untersuchten Unternehmensanleihen-Fonds Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fund A2 EUR (WKN: A0YB5H). Seine Wertentwicklung ist mit 46,54 Prozent in fünf Jahren deutlich besser als die des Lyxor ETF Euro Corporate Bond - C-EUR (WKN: LYX0EE) mit nur 26,44 Prozent. Der ETF bildet den Markit iBoxx Euro Liquid Corporates-Index nach, in dem 40 Anleihen von Unternehmen aus Europa, Japan und den USA enthalten sind.

Beliebte ETFs auf Rentenindizes:
ETFs auf RentenindizesAnlagegegenstandPerformance (5 Jahre)Volatilität (5 Jahre)
Lyxor ETF EuroMTS Global Investment Grade (WKN: A0B9ED)Europäische Staatsanleihen33,05 %5,35 %
dbx II iBoxx Sov. Eurozone ETF (WKN: DBX0AC)Europäische Staatsanleihen36,84 %5,59 %
iShares Euro Government Bond Capped 1.5-10.5yr UCITS ETF (WKN: A0H078)Europäische Staatsanleihen32,70 %3,44 %
iShares Euro Aggregate Bond (DE) UCITS ETF (WKN: A0RM44)Weltweite Rentenmärkte33,93 %4,88 %
Lyxor ETF Euro Corporate Bond - C-EUR (WKN: LYX0EE) Unternehmensanleihen26,44 %3,06 %
Quelle: edisoft.de, Stand: 13.03.2015

Beliebte Rentenfonds:
RentenfondsAnlageschwerpunktPerformance (5 Jahre)Volatilität (5 Jahre)
Schroder ISF EURO Government Bond A Dis (WKN: 973118)Staatsanleihen Euroland38,15 %4,63 %
Pioneer Funds Austria - Euro Government Bond A (WKN: 970877)Staatsanleihen Euroland36,19 % 4,50 %
Allianz Euro Rentenfonds - A - EUR (WKN: 847504)Euro-Anleihen45,79 %4,29 %
BGF Euro Bond Fund A2 EUR (WKN: 973514)Weltweite Rentenmärkte 38,39 %3,94 %
Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fund A2 EUR (WKN: A0YB5H)Unternehmensanleihen46,54 %4,17 %
Stand: 13.03.2015

Die ETF-Serie im Überblick:
Teil 1: Aktiv gegen passiv – Sind ETFs besser als aktive Fonds?
Teil 2: Aktiv gegen passiv – Europa-Fonds im Vergleich
Teil 3: Aktiv gegen passiv – Global anlegende Fonds im Fokus
Teil 4: Aktiv gegen passiv – Rentenfonds im Vergleich
Teil 5: Aktiv gegen passiv – Deutschlandfonds im Vergleich

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:
  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.
18.03.2015,

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