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Nur Provision im Fokus Banken versagen bei der Anlageberatung

Nur Provision im Fokus Foto: © / blende11.photo / fotoliaNach einem Beratungsgespräch kann eine zweite Meinung Gold wert sein.

Eine Auswertung der Bankberatung ergab für nur drei Kreditinstitute die Note „Gut“. Die meisten Berater vermitteln Geldanlagen, die nicht zum Kunden passen. Schuld daran seien „provisionsgetriebene Verkaufsvorgaben“. Der Anleger ist der Leidtragende.


Banken können ihren Kunden anscheinend nur in den seltensten Fällen ein passendes Produkt für ihre Geldanlage empfehlen. In einer Auswertung der Stiftung Warentest erhielten nur drei von 23 Kreditinstituten die Note „Gut“, fünf waren „ausreichend“ und zwei sogar nur „mangelhaft“. 13 Banken erhalten die Note „Befriedigend“. Aus der Perspektive der Anleger, die den Banken ihr Geld anvertrauen, verheißen die folgenden Ergebnisse nichts Gutes:

Nur „ausreichend“ waren fünf Banken, darunter die Postbank, die u.a. in drei von sieben Beratungsgesprächen viel zu riskante Anlagevorschläge machte. Schlusslicht im Test wegen ihrer „mangelhaften“ Beratung sind die Hannoversche Volksbank und die Hypovereinsbank.

Die Hypovereinsbank empfahl öfter hauseigene und teure Produkte, die obendrein nicht zum Kundenwunsch passten. Mehrere Berater empfahlen für einen Teil des Geldes den hauseigenen geschlossenen Dachfonds. Der Fonds hat Einmalkosten von knapp 15 Prozent, jährliche Kosten von einem Prozent und kann bestenfalls Ende 2026 gekündigt werden. Im Gegensatz zu Banken und Sparkassen können unabhängige Vermittler wie FondsDISCOUNT.de ihren Kunden die gleichen Geldanlagen zu günstigeren Konditionen anbieten, weil sie keine Anlageberatung durchführen. Ein Blick ins Internet lohnt sich daher immer.

Gut“ beraten haben nur die Frankfurter Volksbank, die Sparda-Bank Berlin und die Nassauische Sparkasse. Das Gros der Kreditinstitute – darunter die Commerzbank, Deutsche Bank und Targobank – hat „befriedigend“ abgeschnitten.

Tester waren geschulte Laien
Mit einem einfachen Modellfall haben Testkunden in 160 Beratungsgesprächen die Anlageberatung von bundesweit tätigen Privatbanken, großen Genossenschaftsbanken und Sparkassen getestet. Die Tester waren geschulte Laien, die 45.000 Euro für zehn Jahre anlegen wollten. Sie waren bereit, für einen Teil ihres Geldes ein erhöhtes Risiko einzugehen. Das Geld solle aber so schnell wie möglich verfügbar sein. Die Tester erklärten, keine Schulden zu haben und sich wenig mit Aktien auszukennen.

Zwar erfüllen immer mehr Banken die Voraussetzung für eine gute Bankberatung: Sie fragen die Kunden nach dem Ziel, der gewünschten Laufzeit der Anlage und nach ihrer Risikobereitschaft. Die Geldanlagen, die sie dann anbieten, passen aber häufig nicht zum Anleger. Viele Produkte waren zu riskant, in mehreren Fällen war das Geld nicht rechtzeitig verfügbar und häufig wurden unpassende Produkte wie Bausparverträge, undurchschaubare Anlagezertifikate und Rentenversicherungen empfohlen.

Beratungsprotokoll fehlt
Im aktuellen Test wurde den Kunden 15 Mal kein Beratungsprotokoll ausgestellt, obwohl das bereits seit fünf Jahren zur Pflicht der Banken gehört. Grobe Beratungsfehler im Test sind nach Ansicht der Tester nur selten auf das Unvermögen der Berater zurückzuführen, sondern eher auf „provisionsgetriebene Verkaufsvorgaben“ der Institute, heißt es in einer Mitteilung von Stiftung Finanztest. Die Studie ist nicht die einzige ihrer Art, auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kam bereits zu ähnlichen Ergebnissen.

Anleger sollten sich daher vor einem Beratungsgespräch mit dem Bankberater unbedingt selbst über Ziele und Anlagemöglichkeiten informieren. Zudem kann es Sinn machen, nach einem Beratungsgespräch eine Zweitmeinung einzuholen.
19.01.2016,

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