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Beispiel Rolls-Royce-Aktie


Aktuelle Positionierung und Managementeinschätzung


Für wen der Hard Value Fund interessant sein könnte


In den vergangenen Jahren hat sich der Trend zu ESG-Investments verstärkt. Waren im Jahr 2005 in Deutschland gerade einmal fünf Milliarden Euro in diesem Bereich investiert, betrug das Anlagevolumen im vergangenen Jahr (2022) bereits 475,8 Milliarden Euro. Zwar werden so Unternehmen mit ökologischer und sozialer Ausrichtung sowie einer guten Unternehmensführung gefördert, aber auch Investments und Sektoren vernachlässigt, die besonders günstig bewertet sind. Zudem ist es oftmals fraglich, ob viele Großkonzerne die ESG-Kriterien tatsächlich erfüllen, da sie weltweit agieren, problematische Aufgaben auslagern und somit die Kriterien schwer kontrollierbar sind.   


Van Grunsteyn ist mit dem Hard Value Fund (ISIN: DE000A3D1ZP1) deshalb angetreten, um ohne Einschränkung in alle Unternehmen und Branchen zu investieren, die bestimmte Value-Kriterien erfüllen. Wie Fondsmanager Patrick Grewe in einem aktuellen Interview erklärt, zählen dazu eine lange Dividendenhistorie, gesunde Cashflows, Profitabilität, eine geringe Verschuldung und historisch geprüfte Geschäftsmodelle, die in zukunftsweisende Bereiche expandieren. Ein Beispiel dafür sind Erdöl-Unternehmen, deren Sachinvestitionen bereits überwiegend in erneuerbare Energien fließen. Wenn somit eine Aktie die finanziellen und Bewertungskriterien erfüllt, wäre es nach van Grunsteyn nicht sinnvoll, sie aus ESG-Gesichtspunkten zu meiden.   



Andersherum verzichtet der Hard Value Fund aber auch nicht auf Unternehmen, die im ESG-Ranking weit vorn liegen. Voraussetzung des Asset Managements ist jedoch, dass seine Value-Kriterien erfüllt werden. Diese Methodik eröffnet insgesamt mehr Investment-Möglichkeiten und -Chancen, die der Fonds nutzt.


Besonders junge, meist stark wachsende Firmen und Aktien mit hoher Bewertung schließt er hingegen aus, da die Geschäftsmodelle sich zunächst beweisen müssen. Darüber hinaus sind sie oft noch unprofitabel und könnten aufgrund einer Überbewertung stärker korrigieren.


Beispiel Rolls-Royce-Aktie


Wie der van-Grunsteyn-Ansatz im Detail funktioniert, zeigt das Beispiel Rolls-Royce. Das britische Ingenieurunternehmen ist in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Antriebssysteme und Verteidigung aktiv, der weltweit zweitgrößte Flugzeugtriebwerkshersteller und in mehr als 50 Ländern vertreten.


Infolge der COVID-19-Pandemie erlebte die Luftfahrtbranche und mit ihr die Rolls-Royce-Aktie einen starken Einbruch. Dies führte allerdings auch zu einer sehr niedrigen Aktienbewertung, die der Hard Value Fund kurz nach dessen Auflage im Januar 2023 zum Einstieg nutzte. Hinzu kommt, dass sich bereits zuvor eine Erholung in der Luftfahrtbranche abzeichnete. Folglich berichtete das Unternehmen zuletzt von einem anziehenden Triebwerksauftragseingang, verbesserten Gewinnmargen, einer Schuldenreduktion und stärkeren Positionierung im Bereich der umweltfreundlichen Luftfahrt.


Diese positive Entwicklung führte bei der Aktie seit Jahresbeginn 2023 zu einem deutlichen Kursanstieg, den der Hard Value Fund bei strenger ESG-Auslegung wahrscheinlich verpasst hätte.


Aktuelle Positionierung und Managementeinschätzung


Im Juli 2023 bildeten Atom & Fossile Energie, Verteidigung, Tabak inklusive Cannabis, Gold & Goldminen-Aktien sowie sonstige Rohstoffwerte mit 21,0 Prozent, 19,0 Prozent, 9,6 Prozent, 9,9 Prozent beziehungsweise 12,2 Prozent die Kernsektoren im Hard Value Fund


Zu den am stärksten vertretenen Einzeltiteln gehörten Rheinmetall, Hensoldt, Rolls-Royce, British American Tobacco und Occidental Petroleum.


Erdölkonzerne haben im vergangenen Jahr (2022) von einem starken Preisanstieg profitiert. In den letzten Monaten kam es hingegen zu einer Kurskorrektur. Patrick Grewe beschreibt in einem aktuellen Marktkommentar, wie sich die beschlossene Fördermengenkürzung der OPEC+ sowie verhältnismäßig niedrige Rohöllagerbestände in den USA derzeit kursstabilisierend auswirken. Aber auch langfristig hält er viele Erdöl-Aktien aufgrund einer insbesondere aus den Schwellenländern weiter steigenden Nachfrage für substanzstarke Investments, die hohe Dividendenausschüttungen versprechen.



Verschiedene Unternehmen des Sektors Verteidigung schätzt Patrick Grewe auch nach dem Ende des Ukrainekrieges langfristig als lukrative Beteiligungen ein. Grund sind die weltweit steigenden Verteidigungsausgaben, die ganz unterschiedliche Ursachen haben. Ein wichtiger Wachstumstreiber im Verteidigungssektor ist die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung, die Staaten unter massiven Investitionsdruck setzt. Denn ohne entsprechende Investitionen (z.B. Drohnentechnik) laufen sie Gefahr, vom technischen Fortschritt abgehängt zu werden und an Einfluss zu verlieren.



Der Hard Value Fund hat in jüngster Vergangenheit zudem verstärkt in Japan investiert. Viele Aktien sind hier noch günstig bewertet und profitieren von einem stabilen politischen und unternehmerfreundlichen Umfeld.


Eine Warnung spricht Patrick Grewe hingegen zu den vielfach schon deutlich gestiegenen künstliche Intelligenz- und großen Technologie-Werten aus. Hier könnten die oftmals schon sehr hohen Bewertungen bei einer Verfehlung der Erwartungen zu starken Kursrückgängen führen. 


Für wen der Hard Value Fund interessant sein könnte


Der Hard Value Fund eignet sich als Depotergänzung und für Anleger, die neben den ESG- alle Sektoren abdecken und vor allem auf Value- und Dividendentitel setzen möchten. Da es sich um einen Aktienfonds handelt und es kurzfristig auch zu größeren Kursschwankungen kommen kann, sollten Investoren einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont mitbringen. Für sie könnte ebenfalls interessant sein, dass er einmal jährlich die Erträge ausschüttet und somit einer Dividendenaktie in Fondsform ähnelt.  



Anleger sparen beim Kauf des Hard Value Funds über FondsDISCOUNT.de zudem den Ausgabeaufschlag, der regulär bei fünf Prozent liegt.


Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Investmentfonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie unter /fonds/de000a3d1zp1/ oder direkt beim Emittenten. Dieser Text dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.