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RenditeWerk im Interview Stiftungen sollten ihre Anlagerichtlinien überarbeiten

RenditeWerk im Interview Foto: © Steve Webel / flickr/ CC BY-ND 2.0Endlich grünes Licht für eine neue Anlagestrategie.

Anlagerichtlinien sollen das Stiftungsvermögen schützen. Allerdings ändern sich die Marktbedingungen stetig. Im Nullzinsumfeld sollten Stiftungen also auch ihre Anlagerichtlinien regelmäßig auf den Prüfstand stellen, so Elmar Peine vom RenditeWerk.


Wie sehr hindern oder befördern die Anlagerichtlinien in der Stiftungssatzung die Bereitschaft, das Stiftungsvermögen am Kapitalmarkt zu investieren?
Anlagerichtlinien definieren die Anlageziele und die Mittel, die man zu deren Erreichung einsetzen will. Diese Klarstellung finde ich gut. Aber wenn diese Regeln als in Stein gemeißelt angesehen werden, ist es schlecht. Niemand, der vor 30 Jahren Anlagerichtlinien aufgestellt hat, konnte wissen, dass eine Bundesanleihe heute keine Zinsen bringt. Und keiner kannte ETFs, Zertifikate; nachhaltige Investments und und und. Anlagerichtlinien gehören alle fünf Jahre überarbeitet.

Welche Assetklassen sind für Stiftungen jetzt wichtig, um der Zinsfalle entkommen zu können?
Aktien sollte man haben, vielleicht einen Dividenden orientierten Fonds. Ich würde mir auch Offene Immobilienfonds genauer ansehen. Die sind (und waren schon immer) besser als ihr Ruf. Mikrokredite, aber auch Anleihen aus Schwellenländern oder Frontier Markets kommen in Frage. In ein modernes Portfolio passen auch Hedgefonds, Derivatestrukturen und anderes. Beachten müssen Stiftungen nur, dass die Dosis der alternativen Investments darüber entscheidet, ob es sich um Medizin oder um Gift fürs Vermögen handelt.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat bereits im April ein Soft-Closing angekündigt. Welche Fonds würden Sie Stiftungen empfehlen, die ähnlich hohe Erträge wie mit dem Frankfurter Fonds erzielen wollen?

Der Fonds ist ein Nebenwertefonds mit einer Timing-Sicherung. Genau so eine Konstruktion kenne ich im Markt nicht. Wir finden aber Nebenwertefonds französischer Boutiquen gut. Ob sie aber die sagenhafte Performance des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen schaffen …?

Welche Rolle spielen geschlossene Fonds für das Portfolio von Stiftungen?
Prinzipiell kommen meines Erachtens unternehmerische Beteiligungen zum Beispiel von Immobilien in Frage. Im Fall der Erneuerbaren Energien, also etwa bei Windparks, ziehe ich sie sogar einem Aktienkauf vor. Es gilt aber auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Auf Ihrer Webseite finden sich auch anschauliche Musterdepots, die ein diversifiziertes Stiftungsportfolio simulieren. Sollten sich Stiftungen Ihrer Meinung nach verstärkt selbst um die Anlage des Stiftungsvermögens kümmern?
Erstens ist es nie verkehrt, sich zu informieren und Alternativen kennen zu lernen. Zweitens sind viele Stiftungen zu klein für eine professionelle Vermögensverwaltung, die regelmäßig erst ab einem Vermögen von einer Million Euro Sinn macht. Und drittens war die Notwendigkeit die Kosten für die Vermögensverwaltung zu minimieren, noch nie so groß wie heute.

Was würden Sie einem Stifter mit auf den Weg geben wollen, der sich unabhängig von einem Vermögensverwalter selbst mit dem Erhalt des Stiftungskapitals auseinandersetzen will?
Mein Rat: Positionieren Sie sich immer so, dass Sie glücklich sind, wenn die Kurse steigen und froh, wenn Sie sinken.

Lesen Sie im ersten Teil des Interviews:
Das sind die größten Herausforderungen für Stiftungen

Elmar Peine ist Herausgeber von RenditeWerk, einem unabhängigen Magazin für Stiftungen, das alle zwei Monate erscheint und Nachrichten aus der Welt der Vermögensanlage, der Finanzmärkte und der Gesetzgebung für Stiftungen zusammenfasst.
16.09.2016,

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