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Social Trading 10 Prozent aller Vermögensverwalter mischen mit

Social Trading Foto: © / Eugenio Marongiu / fotoliaTransparenz ist wichtig, aber wer lässt sich bei der Geldanlage schon gern über die Schulter schauen?

Nicht nur Amateure tummeln sich auf Social-Trading-Seiten. Mindestens zehn Prozent aller Vermögensverwalter wollen beim Kundenfang mitmischen. Privatanleger müssen deshalb ausgewogene Anlagestrategien von wilden Spekulationen unterscheiden können.


Für Privatanleger ist es nicht leicht, neben dem Angebot an Social-Trading-Plattformen auch noch die Güte der Anlagestrategien zu bewerten. Deshalb ist es ratsam, langsam mit Social Trading zu beginnen und mit kleinen Beträgen oder zunächt mit Musterdepots zu investieren. Denn hinter hohen zweistelligen Renditen verbirgt sich selten eine ausgewogene Anlagestrategie, sondern vielmehr wilde Zockerei.

Der größte Vorteil beim Social Trading liegt in der Nachvollziehbarkeit der Trades, die man in Echtzeit beobachten kann. Sobald ein Nutzer merkt, dass ein von ihm kopierter Trader keinen Erfolg mehr hat, kann er per Mausklick von ihm trennen und nach besseren Performern Ausschau halten. Neben Wikifolio gibt es mit Ayondo und eToro noch zwei weitere Anbieter, die auf dem Vormarsch sind.

eToro: Der Weltmarktführer im Social Trading
Das Portal eToro ist mit weltweit 4,5 Millionen Nutzern der größte Anbieter von Social Trading. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei Wikifolio. Anleger können per Mausklick die Anlagestrategie von anderen Nutzern kopieren. Doch gerade wenn man in Aktien investiert, können schnell auch hohe Verluste zustande kommen. eToro hat daher Risikostufen von eins bis zehn für jedes Nutzerprofil eingeführt. Eine Risikostufe von eins verdeutlicht ein sehr geringes Risiko. Trader mit der Stufe zehn gehen das größtmögliche Risiko ein – bei ihnen ist die Kopierfunktion des Portfolios gesperrt, um unerfahrene Nutzer zu schützen.

Anleger sollten die Risiken jedoch nicht außer Acht lassen. Es ist zwar erwiesen, dass Schwarmintelligenz die Renditen verbessern kann, allerdings weist eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) darauf hin, dass einzelne Plattformen bis zu 85 Prozent aller Trader Verluste bringen.

Ayondo: Risikomanagement in fünf „Karrierestufen“
Wer bei der Social-Trading-Plattform Ayondo aufsteigen will, muss mindestens ein Jahr Erfahrung nachweisen. Des Weiteren müssen die Anfänger ihre Verluste in Grenzen halten. Erst dann erhalten sie die höchste von fünf „Karrierestufen“ von „Street Trader“ (niedrig) bis „Institutional“ (hoch). Diese Hürden sind für Anfänger besonders schwer zu erfüllen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich bei erfolgreichen Tradern auch um Profis handeln kann.

Denn Vermögensverwalter und Fondsmanager dürfen sich diesem Markt nicht verschließen. Social Trading bietet ihnen eine weitere Möglichkeit, um auf erfolgreiche Anlagestrategien aufmerksam zu machen. Nicht umsonst hat die Commerzbank mehrere Millionen in eToro investiert und ist auch bei Wikifolio Vetriebspartner. Einer aktuellen Studie der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg zufolge sind etwa zehn Prozent aller Vermögensverwalter mit eigenen Angeboten auf Wikifolio vertreten.

Über Social-Trading-Angebote können neben den klassischen Assets wie Aktien und Anleihen auch Zertifikate, Derivate und andere Hebelprodukte gehandelt werden. Wer auf sich aufmerksam machen will, spekuliert mit solchen riskanten Assetklassen und kann damit schnell viel Geld gewinnen. Der oben beschriebene Effekt sorgt dann dafür, dass solch spekulative Trader eine große Herde nach sich ziehen. Mit hohen Erträgen steigt jedoch auch das Risiko. Anleger sollten daher genau darauf achten, wem sie folgen: Einem risikoaffinen Spekulanten oder einer ausgewogenen Anlagestrategie, die nach dem Prinzip der Diversifizierung funktioniert und ein Risikomanagement vorweisen kann.

Die Verluste können dabei sogar den Wert des eingesetzten Kapitals übersteigen. Nach dem Totalverlust droht dann die Insolvenzgefahr. Wer sich auf so einem Portal anmeldet, sollte sich mit den Risiken eines Trades vorher genau vertraut machen.

Als Alternative zum klassischen Trading-Geschäft bei einer Bank kann Social Trading dann dienen, wenn Musterdepots angelegt werden und die Portale als Lernplattformen verwendet werden. Studien zufolge sind die Deutschen Aktien gegenüber immer noch sehr skeptisch eingestellt. Das kann auch an der mangelndem Wissen liegen. Neugierige können mit Social Trading erste Erfahrungen sammeln und sich informieren. Das ist ein positiver Aspekt, wenn man die Risiken im Auge behält.

Tipp: Über die FondsDISCOUNT.de-Webseite können Anleger alle relevanten Informationen für eine Anlageentscheidung abrufen. Unser entscheidender Vorteil: Wir sind auch persönlich für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir rufen Sie gern zurück.

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Social Trading: Wie Investoren ihre Anlagestrategien teilen

15.03.2016,

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