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MFS Aktien-Analyse Aktien gewinnloser Unternehmen sind ausgepowert

Bilanzordner mit Geldscheinen und Taschenrechner. Foto: © marcus_hofmann / fotoliaVor der Investition lohnt sich ein Blick in die Bilanz einer Aktiengesellschaft

Im neunten Jahr des Aufschwungs gehen Aktien von Unternehmen, die keine Gewinne einfahren, allmählich die Luft aus. Eine Analyse von MFS zeigt, in welchen Marktphasen Unternehmensgewinne wichtig werden und in welcher Marktphase wir uns befinden.


Unternehmensgewinne sind der Treibstoff, der eine Aktie langfristig voranbringt. Doch es gibt auch Unternehmen, die Verluste verbuchen und dennoch steigt die Aktie kontinuierlich. „Langfristig haben Unternehmen mit Gewinnen Unternehmen mit Verlusten hinter sich gelassen“, ergibt eine empirische Analyse des Bostoner Asset Managers MFS  zeigt, dass die Aktien gewinnbringender Unternehmen Titel von Unternehmen ohne Gewinne deutlich übertreffen (Abbildung 1).

Ein Unternehmen, das Geld verdient, kann Dividenden zahlen, Aktien zurückkaufen oder investieren, um die Zukunftsaussichten zu verbessern. All dies kann der Aktienkursentwicklung nützen. Aber selbst dem besten Unternehmen fällt es kurzfristig mitunter schwer, Gewinne zu erwirtschaften – weil es stark wächst, sich in einer vorübergehenden Schwächephase befindet oder sich neu aufstellt. Aktive Fondsmanager achten daher genau auf die Entwicklung der Gewinne der Aktiengesellschaften, in die sie investieren.

Es gibt allerdings Zeiten, in denen die Unternehmensgewinne kaum Auswirkungen auf die relative Kursentwicklung haben, wie zum Beispiel im aktuellen Aufschwung.

Ein deutliches Beispiel dafür ist die Hausse an den Aktienmärkten in den 90er Jahren, welche in der Dotcom-Bubble endete. In den folgenden zwei Grafiken ist zu sehen, dass die Aktienkurse der Unternehmen ohne Gewinne durch den Internet-Hype sogar die Aktien von Unternehmen mit echten Gewinnen leicht übertrafen.

Die Kurse waren jedoch stark spekulativ getrieben. Dafür kam es in den drei Jahren nach dem Platzen der Internetblase umso schlimmer: Aktien von Unternehmen ohne Gewinne verloren überdurchschnittlich stark.

Diese Gesetzmäßigkeit wiederholte sich während der nächsten Hausse von 2002 bis 2007, die schließlich in die Finanzkrise von 2007 bis 2009 mündete, wie in den folgenden zwei Grafiken zu sehen ist. "Eine wichtige Schlussfolgerung ist, dass Investoren in der Baisse deutlich stärker auf Unternehmensgewinne achten als in der Hausse", schreibt MFS in der Analyse, die FondsDISCOUNT.de vorliegt.

Lieber von der Benchmark abweichen

Von Dezember 2011 bis April 2017 waren die Wertentwicklungsunterschiede zwischen Unternehmen mit Gewinnen und Unternehmen mit Verlusten sehr gering (siehe unten). Ein Grund dafür sind niedrigen Zinsen, die Aktien als Assets gegenüber Anleihen für Anleger attraktiver machen.

Ein weiterer Grund ist die große Beliebtheit von Indexfonds in Verbindung mit einer niedrigen Volatilität, die sich in großen Mittelzuflüssen niederschlägt. Indizes fassen meist Unternehmen einer bestimmten Branche oder nach Größe (Marktkapitalisierung) zusammen. Die Unternehmensgewinne spielen dort eine untergeordnete Rolle. Die hohen Mittelzuflüsse in ETFs führen dazu, dass auch Aktiengesellschaften, die keine Gewinne verzeichnen, in Haussephasen steigende Kurse verzeichnen. Mittlerweile gibt es schon mehr Indizes als Aktien und ETF-Kritiker behaupten, dass die Mittelzuflüsse in die passiven Fonds bereits den Wert der zugrundeliegenden Basiswerte beeinflussen.

Wann endet die aktuelle Hausse?

Im neunten Jahr des Aufschwungs nach der Finanzkrise sieht MFS mehrere Warnsignale: „Das schwache Wirtschaftswachstum und die niedrige Inflation in Verbindung mit hohen Bewertungen gehören dazu“, schreibt MFS in der Analyse. „Die Straffung der US-Geldpolitik und die Verschuldung der Unternehmen sind weitere Faktoren. Selbst der überzeugteste Haussier sollte dies nicht ignorieren.“

Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig es ist, langfristig zu denken, denn „es gab nicht einen Siebenjahreszeitraum, in dem die Aktien verlustträchtiger Unternehmen auch nur ansatzweise an die Aktien von Unternehmen mit Gewinnen herangekommen sind“, ergibt die Analyse von MFS. „Die Marktdynamik mag derzeit bei allen Aktien für steigende Kurse sorgen, doch einige Titel scheinen bereits jetzt weitgehend ausgepowert zu sein.“

Hinweis: Der MFS Meridian Funds - Global Total Return (ISIN: LU0219418836) ist ein Mischfonds, der im Aktiensegment Wertaktien mit hoher Marktkapitalisierung hält. Für den Investmentprozess im Aktienanteil wird eine Bottom-Up-Analyse getroffen. Die Tranche mit der ISIN  LU1123737055 sichert das Währungsrisiko ab und hat im laufenden Jahr eine Performance von 8,32 Prozent erzielen können (bis 31.08.2017). Über FondsDISCOUNT.de erhalten Sie den Mischfonds ohne den branchenüblichen Ausgabeaufschlag.

20.09.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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