Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Brexit-Gefahr Fondsmanager meiden Aktien aus Großbritannien

Brexit-Gefahr Foto: © / momius / fotoliaDie Briten bestimmen am 23. Juni ihr weiteres Schicksal.

Ein möglicher Austritt der Briten aus der EU schreckt Fondsmanager auf der ganzen Welt ab. Sie sichern sich gegen dieses Risiko ab und verkaufen britische Aktien. Privatanleger sollten prüfen, wie sehr sie selbst am britischen Markt investiert sind.


Asset Manager auf der ganzen Welt verkaufen britische Aktien aus Angst vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Das Referendum am 23. Juni rückt immer näher, das Risiko eines Brexit wird für die Investoren umso realer.

Wie die Bank of America Merrill Lynch berichtet, fielen die die Allokationen britischer Aktien für Investmentfonds auf den niedrigsten Stand seit November 2015. Im Vergleich zum Vormonat haben die Fondsgesellschaften ihr Exposure auf den britischen Aktienmarkt im Mai um 16 Prozent gesenkt. In keiner anderen Assetklasse gab es einen derart deutlichen Rückgang.

Bei Umfragen in Großbritannien liegt die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts bei etwa 50 Prozent. Ähnliche Umfragen unter Investoren ergeben ein deutlich optimistischeres Bild: 71 Prozent glauben, dass die Briten im Juni für einen Verbleich in der EU stimmen werden. Dennoch wiegt das Risiko eines Brexits deutlich schwerer als ähnliche Unsicherheitsfaktoren wie eine Abwertung der chinesischen Währung oder die Ohnmacht der Zentralbanken, berichtet die Financial Times.

Doch nicht nur das nahende Referendum führe zu einem Abverkauf der britischen Assets. Die anhaltend hohe Volatilität des Leitindex FTSE 100 (siehe Grafik) sowie stagnierende Unternehmensgewinne hätten die Investoren zusätzlich verscheucht. Auch der langfristige Trend spreche gegen britische Aktien. In einer Analyse bezeichnet französische Großbank Société Générale den Zustand des Aktienmarktes in London als „eine Katastrophe über den Großteil der vergangenen Dekade“.

Risikoabsicherung gegen den Brexit
Niemand kennt die genauen Auswirkungen eines Brexits. Skeptiker glauben aber, dass es sogar zu einem Zerfall der Europäischen Union kommen könnte. Auch europäische Assets gehören dann zu den Verlierern. Der weltgrößte Asset Manager BlackRock geht davon aus, dass die britische Währung am Tag des Brexits einstürzen werde.

Wer davon ausgeht, dass es am britischen Aktienmarkt bis zum Tag des Referendums weiter bergab geht, könnte sich mit dem db x-trackers FTSE 100 Short Daily UCITS ETF (WKN: DBX1AV) strategisch positionieren. Doch Vorsicht: Der ETF bildet die Entwicklung des FTSE 100 Total Return Index invers ab. Sollten die Briten also für einen Verbleib in der Euro-Zone stimmen, könnte sich das Blatt schnell wieder wenden und die Aktienkurse in die Höhe schnellen. Dann könnte der FondsDISCOUNT.de-Topseller iShares UK Dividend (DE) UCITS ETF (WKN: A0HG2R) wieder deutlich an Fahrt aufnehmen.

19.05.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

iShares UK Dividend UCITS ETF (DE) von BlackRock Asset Management Ireland Limited
db x-trackers FTSE 100 Short Daily UCITS ETF 1C von Deutsche Asset Management S.A.
SPDR S&P UK Dividend Aristocrats UCITS ETF von SSgA SPDR ETFs Europe I plc

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » Brexit-Gefahr - Fondsmanager meiden Aktien aus Großbritannien

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Investmentfonds

Bitcoin & Co. Bitcoin & Co. - Weltweit erster Krypto-Fonds geplant Ein ambitioniertes Ziel verfolgt die Schweizer Crypto Fund AG: Ende dieses Jahres soll ein Fonds aufgelegt werden, mit dem qualifizierte Investoren Zugang zu virtuellen Währungen wie Bitcoin, Ether und mehr...

Das Ölpreis-Dilemma der OPEC Das Ölpreis-Dilemma der OPEC - Schieferöl-Industrie ist kaum noch aufzuhalten Die OPEC steht unter Druck und reduziert zum zweiten Mal die Ölproduktion. Selbst Russland ist mit an Bord und trotzdem bricht der Ölpreis um fünf Prozent ein. Fondsmanager erklären, warum mehr...

Anlegerverhalten Anlegerverhalten - Die Zeichen stehen auf Gewinnmitnahmen Investoren sehen die Höchststände an den Börsen mit wachsender Zurückhaltung und neigen dazu, jetzt Gewinne mitzunehmen. Dies zeigt der aktuelle Brokerage Index, den die comdirect monatlich mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen
social media