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Vertrauen der Anleger Welche Fonds sammeln am meisten Geld ein?

Vertrauen der Anleger Foto: © / Syda Productions / fotoliaInvestoren überlegen sich vorher genau, warum sie ihr Geld in einen Fonds investieren.

Anleger achten auf unterschiedliche Kriterien, bevor sie sich für ein Fonds-Investment entscheiden. Darunter fallen die Fonds-Struktur, die Höhe der Gebühren und das Renommee der Fondsgesellschaft. Auch die soziale Verantwortung spielt eine Rolle.


Das Kapitalvolumen von Fonds setzt sich nicht zufällig zusammen. Bestimmte Kriterien sorgen dafür, dass manche Fonds mehr Geld von ihren Anlegern einsammeln können als andere. Eine Analyse der Rating-Agentur MorningStar hat ergeben, dass neue Fonds mit einer sehr guten Bewertung bei Anlegern besonders beliebt sind. Eine große Attraktivität haben auch Fonds, deren Asset Manager bekannt sind und die eine erfolgreiche Leistungsbilanz vorweisen können, wie zum Beispiel die Mischfonds Ethna Aktiv, FVS Multiple Opportunities oder Carmignac Patrimoine.

In einer quantitativen Studie hat Morningstar versucht, die echte Nettovertriebsleistung von Fonds zu identifizieren. Dazu wurde der Faktor „Performance“ aus der Berechnung herausgenommen. So sollte sichergestellt werden, dass Fonds, die in einem bestimmten Zeitraum „einen Lauf“ hatten, nicht überproportional gut bei der Untersuchung wegkommen. Aktien-, Renten- und Mischfonds sind in die Untersuchung eingeflossen, die das sogenannte organische Wachstum herausfiltern soll.

Die größte Überraschung gibt es in dem Unterschied von europäischen und US-amerikanischen Anlegern. In den USA spielen die Kosten eines Fonds eine übergeordnete Rolle für den Kapitalzufluss. Je teurer sie sind, desto weniger Kapital können sie einsammeln. Die Fonds mit den niedrigsten Kosten konnten in einem Zeitraum von 2003 bis 2015 hingegen 93 Prozent aller Mittelzuflüsse einsammeln.

Europäer investieren mit gutem Gewissen
In Europa ist das nicht der Fall. Anleger achten hier nicht in erster Linie auf die Kosten, sondern auf ethische, soziale und ökologische Kriterien bei grenzüberschreitend vertriebenen europäischen Produkten. Anleger schauen verstärkt darauf, in welche Produkte sie investieren. Es wird längst nicht mehr nur auf die Rendite geachtet. Ein gutes Gewissen scheint eine immer größere Rolle zu spielen, das gilt Morningstar zufolge für Investoren auf der ganzen Welt.

Anleger wollen sich aber nicht ausschließlich auf die soziale Verantwortung der Fondsgesellschaften verlassen. Auch die Bewertung der Fonds durch Rating-Agenturen spielt eine große Rolle.Fonds mit unterdurchschnittlichen und durchschnittlichen Ratings beeinflussen den Cashflow negativ. Fünf-Sterne-Fonds ziehen eindeutig mehr Geld an. Auch die Historie des Fondsmanagers ist ein Faktor. Fondsgesellschaften, die schon seit Jahren erfolgreiche Fonds auflegen, haben es einfacher, Anleger von sich zu überzeugen.

Nur Fonds, die mindestens drei Jahre alt sind, erhalten eine Bewertung. Demnach müssten neue Fonds für Anleger unattraktiv sein. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Das Alter eines Fonds steht in einem inversen Verhältnis zu seinem Wachstum. Je länger ein Fonds am Markt ist, desto weniger Geld kann er einsammeln. Vor allem in Italien und Spanien werden Fonds mit einer begrenzten Laufzeit intensiv vertrieben, was die Cashflow-Allokation für bestehende Fonds erschwert. Neue Produkte kommen bei den Anlegern gut an, obwohl diese noch kein Rating aufweisen können.

Auch auf die Größe kommt es an. Kleine Fonds von etwa 100 Millionen Euro können ihr Volumen naturgemäß einfacher verdoppeln als große Fonds mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro.
18.11.2015,

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