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Ripple, Litecoin, Bitcoin-Cash Diese Kryptowährungen folgen der Bitcoin-Rallye

Auswahl verschiedener Krypto-Coins. Foto: © Wit / fotoliaWelche Kryptowährungen werden sich durchsetzen?

Die Euphorie für Kryptowährungen geht weit über Bitcoin weit hinaus. 90 der 100 größten digitalen Währungen folgen der Bitcoin-Rallye mit steigenden Kursen. Wir stellen Ihnen Alternativen vor, die sich in der Struktur von Bitcoin unterscheiden.


„FOMO“ ist der kleine Bruder von „YOLO“. Während letztere Abkürzung mit „Du lebst nur einmal“ (you only live once) übersetzt wird, ist „Fear of missing out“ (FOMO) die „Angst, etwas zu verpassen“. Genau diese Angst plagt Investoren, die nicht rechtzeitig bei Bitcoin eingestiegen sind. Sie recherchieren nun eifrig Kryptowährungen, um die nächste große Innovation nicht zu verpassen oder vielleicht doch noch auf den fahrenden Zug abzuspringen.  

Obwohl Bitcoin in den Medien am meisten Aufmerksamkeit erhält und mit über 1.900 Prozent Kursanstieg im laufenden Jahr eine beeindruckende Rallye hinlegt, ist die Kryptowährung bei weitem nicht die einzige im Rekord-Modus. Es gibt mehr als 1.300 unterschiedliche Kryptowährungen. Eine Untersuchung des Research- und Datenunternehmens Coinmarketcap.com ergibt, dass etwa 90 Prozent der 100 wichtigsten Kryptowährungen der Bitcoin-Rallye folgen. Die zehn stärksten Kryptos legten im Durchschnitt um zwanzig Prozent zu, berichtet Marketwatch. Nur bei zehn Kryptowährungen fielen die Kurse am Dienstag.

Doch was zeichnet die Bitcoin-Alternativen aus und können andere Kryptowährungen den Bitcoin langfristig vielleicht sogar vom Thron der digitalen Währungen stürzen? Drei aussichtsreiche Alternativen zu Bitcoin sind Ripple, Litecoin und Bitcoin-Cash. In einer neuen Serie stellen wir Ihnen Alternativen zu Bitcoin vor und verfolgen die Entwicklungen auf dem Markt.

Der Alleskönner unter den Kryptowährungen: Ripple (XRP)

Den mit 55 Prozent höchsten Zuwachs am Dienstag legte das Software-Unternehmen Ripple mit ihrer Kryptowährung XRP hin. Ripple ist ein Open-Source-Protokoll für ein Zahlungsnetzwerk, dass die Handelbarkeit anderer digitaler Währungen erleichtert. Überdies avanciert Ripple zur beliebtesten Plattform für Wall Street Investoren, welche die Blockchain nutzen wollen, um Geschäfte abzuwickeln.

Neben dem Zahlungs-Netzwerk und dem Handelsplatz enthält Ripple auch eine eigene Kryptowährung mit der Bezeichnung XRP. In den sozialen Medien verbreiten sich bereits Gerüchte, Ripple könne bald auf einer großen Börse gehandelt werden, was der digitalen Währung weiteres Aufwärtspotenzial verleihen würde. Doch mit 6.600 Prozent Wertzuwachs in den vergangenen zwölf Monaten war der Kursanstieg schon viel stärker als der von Bitcoin. Investoren erhalten einen Token – das ist die Bezeichnung einer Einheit der Kryptowährung –  für 39 US-Cents. Vor der Kursrallye lag der Wert von Ripple bei 0,0006 Cent. Die Marktkapitalisierung von Ripple liegt bei etwa 11,2 Milliarden US-Dollar, also einem Bruchteil von Bitcoin.

Die digitale Währung der Bitcoin-Entwickler Ryan Fugger, Chris Larsen und Jed McCaleb startete in 2012 und gilt in Insiderkreisen als logischer Nachfolger von Bitcoin, weil sie „Banken, Bezahldienste, digitale Handelsplätze und Unternehmen mit dem Ripple-Netzwerk miteinander verbindet und eine reibungslose Erfahrung globaler Transaktionen ermöglicht, wie die New York Times es ausdrückt. Derzeit zirkulieren 38,7 Milliarden XRP im Markt. Die maximale Anzahl der digitalen Währung beträgt 100 Milliarden, also weit mehr als Bitcoin (21 Millionen).

Leichter und schneller: Litecoin

Litecoin gilt als die beliebteste Bitcoin-Alternative bei Krypto-Investoren. Der Hype ist so stark, dass sogar der Entwickler Charlie Lee auf seinem Twitter-Account Spekulanten kürzlich vor einem möglichen Kurseinbruch warnt. Im laufenden Jahr beträgt die Wertsteigerung von Litecoin 4.800 Prozent auf 250 US-Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von 17,78 Milliarden US-Dollar. Das obere Limit von Litecoin liegt bei 84 Millionen, etwa 54 Millionen davon sind bereits im Umlauf.   

Erklärtes Ziel von Litecoin ist es, die Zeitspanne neuer Transaktionen kurz zu halten und jedem die Teilnahme zu ermöglichen. Litecoin ist technisch beinahe identisch umgesetzt wie das Bitcoin-System, soll aber als tägliches Zahlungsmittel besser geeignet sein. Im Litecoin-Netzwerk werden Blöcke viermal schneller erstellt als bei Bitcoin, was für die Clients zu schnelleren Transaktionsbestätigungen führen soll.

Der Litecoin-Kurs folgt der Entwicklung von Bitcoin in den meisten Marktphasen aufgrund der hohen Ähnlichkeit der beiden Kryptowährungen. Der große Erfolg von Bitcoin führt dazu, dass einige Nutzer vor einem Ausstieg oder Verkauf den Umweg über Litecoin wählen, schreibt das Tech-Magazin t3n.de. Bei Kursschwankungen könnten Anleger mit Litecoin schneller reagieren, so die Logik.  

Das Erbe von Bitcoin: Bitcoin-Cash

Zu den jüngsten Kryptowährungen gehört Bitcoin-Cash, eine neue, aber inkompatible Version von Bitcoin. Sie wird von mehreren unabhängigen Entwicklern kontrolliert, die sich von Bitcoin abgespalten haben. Das Ziel von Bitcoin-Cash ist es, die hohen Gebühren und langsamen Transaktionen von Bitcoin zu umgehen. Bitcoin-Cash hat zwar eine identische Anzahl an möglichen Tokens von 21 Millionen, lässt aber viel größere Blocks zu. Durch die Erhöhung des Blockgrößen-Limits von 1 MB auf 8 MB sollen bei Bitcoin-Cash achtmal so viele Transaktionen in der gleichen Zeit möglich sein. Die Entwickler versprechen sich dadurch einen entscheidenden Vorteil gegenüber Bitcoin.

Der Kurs von Bitcoin-Cash liegt bei etwa 1.600 US-Dollar, was einem Anstieg von 245 Prozent seit dem Start der Kryptowährung im August entspricht. Die Marktkapitalisierung liegt bei 26 Milliarden US-Dollar. Die größte Herausforderung für den Bitcoin-Nachfolger ist es, die Unternehmen davon zu überzeugen, neben Bitcoin auch Bitcoin-Cash als Zahlungsmittel zu akzeptieren und mehr Miner zu gewinnen. Mitte November konnte Bitcoin-Cash Ethereum kurzzeitig von Platz zwei der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung verdrängen.

Wie diese Untersuchung zeigt, scheint die Zukunft der Bezahlsysteme ohne Kryptowährungen nicht mehr denkbar. Welche sich jedoch durchsetzen wird, steht noch in den Sternen. Immer mehr Experten warnen jedoch davor, dass die Euphorie rund um die Kryptowährungen die Tulpenmanie aus dem 17. Jahrhundert in den Schatten stellt. Die Angst vor dem Platzen dieser Blase sollte die Angst, etwas zu verpassen (FOMO) bei Investoren übersteigen.

Man lebt schließlich nur einmal. YOLO!

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