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Keine Panik So reagieren die Fondsgesellschaften auf den Brexit

Keine Panik Foto: © / donfiore / fotoliaNein, Danke! Die Briten verlassen die EU.

Großbritannien tritt aus der EU aus. Alles halb so wild? Fondsgesellschaften strahlen Gelassenheit aus. In der Vorlaufzeit konnten sie sich auf den Brexit vorbereiten. Von Panik also keine Spur: Diese nächsten Schritte sind für Anleger jetzt wichtig.


Nach der Aufregung in den vergangenen Tagen kehrt zum Wochenbeginn erstmal Ruhe in den Märkten ein. Mittlerweile haben alle großen Fondsgesellschaften zum Brexit Stellung bezogen. Das Fazit: Das neue Marktumfeld erschafft neue Herausforderungen, die in den nächsten zwei Jahren – so lange wird der Austrittsprozess Großbritanniens aus der EU dauern – bewältigt werden können. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Vorbereitungen, die die Fondsbranche vor dem Referendum der Briten unternommen hat.

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Zunächst einmal gilt es, die nächsten Schritte abzuwarten. Frühestens im Oktober wird ein neuer Premierminister für David Cameron gewählt. Die Austrittsverhandlungen werden in den Aufgabenbereich von Cameron’s Nachfolger fallen. Es könnte Ethenea zufolge noch bis 2019 dauern, bis Großbritannien die EU tatsächlich verlassen haben wird. Bis dahin werden die derzeitigen Vereinbarungen Bestand haben. Ethenea bleibt defensiv aufgestellt. Die Fondsgesellschaft hat ihre Cash-Quote erhöht und investiert aufgrund der hohen Liquidität überwiegend in US-amerikanische Wertpapiere. Der Bestand der Non-Investment-Grade-Anleihen und das Aktienexposure wurden reduziert. Noch sei es zu früh, um wieder mehr Risiken einzugehen, heißt es im aktuellen Marktbericht von Ethenea. Es sei jedoch „klar, dass das aktuelle Umfeld auch einige interessante Investitionsmöglichkeiten“ biete.

Flossbach von Storch: „Keep calm and carry on“
Die lange Vorlaufzeit vor dem Brexit gab den Fondsgesellschaften Zeit, sich auf dieses Risiko einzustellen. Eine ausgewogene Diversifikation von Aktien, Anleihen, Gold und Währungen sowie der Fokus auf Qualität haben die Auswirkungen auf die Flossbach von Storch-Portfolios begrenzt. Das Fondsmanagement des beliebten Multiple Opportunities schaut bereits auf das „Leben nach dem Brexit“: Die politischen Auswirkungen des EU-Ausstiegs der Briten würden deutlich schwerer wiegen als die ökonomischen. Kein Unternehmen werde aufhören, in Großbritannien Geschäfte zu treiben, nur weil sich das Land aus der EU verabschiedet hat, schreibt die Fondsgesellschaft in ihrem Kommentar zum Brexit. Kaufmännisch orientierte Anleger sollten die Kursschwankungen nutzen, um Beteiligungen an erstklassigen Unternehmen aufzustocken. Das Unternehmen hat bereits am Freitag nach dem Brexit einen Teil ihrer liquiden Mittel für neue Investitionen eingesetzt – ganz nach dem britischen Sprichwort: „Keep calm and carry on!“

M&G: Volatilität ist nicht gleichbedeutend mit Risiko
So ähnlich sieht das auch die britische Fondsgesellschaft M&G. Auf langfristige Value-Strategien habe der Brexit nur begrenzte Auswirkungen, glaubt man dort. Die hohe Volatilität nach dem Brexit sei nicht unbedingt mit Risiko gleichzusetzen. Das Multi-Asset-Team habe sorgfältig darauf geachtet, nicht auf die Welle derjenigen Investoren aufzuspringen, die das Ergebnis des Referendums als weltbewegend für die Anlagemärkte betrachten. „Wir glauben, dass Investoren, die sich auf das Erzielen eines langfristigen Wertes konzentrieren, danach streben sollten, Anlagen zu kaufen, wenn sie den Marktpreis als günstig betrachten“, schreibt Steven Andrew, Fondsmanager im Multi-Asset-Team von M&G. Die Anlagen würden sich später zu ihrem angemessenen Wert zurückbewegen, sobald der kurzfristige Brexit-Schock überwunden ist.

Keine systemischen Risiken durch den Brexit
Da Großbritannien nicht Teil der Währungsunion ist, werde der Austritt aus der EU keine systemischen Risiken für die Eurozone darstellen. Nach dem Absturz des britischen Pfunds haben die Notenbanken schon am Vormittag des 24. Juni 2016 ihre Bereitschaft gezeigt, den Märkten massive Summen zur Verfügung zu stellen. Es werde also nicht zu großen Liquiditätsstörungen kommen, heißt es bei Edmond de Rothschild Asset Management.

Während Analysten mit einem Absturz von bis zu sieben Prozent der Wachstumsraten in Großbritannien rechnen, dürfe der Einfluss des Entscheids auf die Wirtschaft in der Eurozone eher bescheiden ausfallen. Langfristig könne sich auch der Standortwechsel einiger Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich in die Eurozone positiv auswirken.

Bis dahin heißt es jedoch erst einmal: Abwarten. Und dann einen Schritt nach dem nächsten gehen.

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27.06.2016,

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